Die Gärtnertradition ist in Bamberg tief verwurzelt und wird als "innerstädtischer Erwerbsgartenbau in Bamberg" sogar im bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes geführt. Seit dem Mittelalter bewirtschafteten die Bamberger Gärtner die bis heute erhaltenen urbanen Anbauflächen der Gärtnerstadt - so auch das Land der Kräutergärtnerei. Mit dem Dialektausdruck "Mussärol" bezeichneten Bamberger Gärtner die Majoran-Pflanze und so benannte Gertrud Leumer vor 25 Jahren ihre Bio-Kräutergärtnerei. Seitdem hat sich der innovative Traditionsbetrieb mit Führungen durch den Schaukräutergarten, frischen Duft- und Gemüsepflanzen sowie hausgemachten Bio-Produkten einen Namen gemacht. Dieses Jubiläum feiert Mussärol am morgigen Samstag mit einem bunten Sommerfest.

Als Gertrud Leumer 1994 ihren seit sechs Generationen im Familienbesitz befindlichen Gemüsebaubetrieb auf Kräuteranbau umstellte, war mit Mussärol die erste Bio-Gärtnerei Bambergs geboren. Inzwischen ist die Bamberger Kräutergärtnerei nicht nur Einheimischen, sondern auch Touristen bekannt, weiß die städtische Presestelle zu berichten. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die Führungen durch den Schaukräutergarten. Neben zahlreichen Jungpflanzen bieten die innovative Gärtnerin und ihr Team ein variantenreiches Sortiment hausgemachter Bio-Produkte an. Innovative Anbaumethoden, eine ökologische und klimaneutrale Produktion werden bei Mussärol ebenso groß geschrieben wie die Bewahrung historischer Kulturpflanzen, etwa des Bamberger Süßholzes.

Beim Sommerfest zur Feier des 25-jährigen Bestehens erwartet Besucher am Samstag von 11 bis 18 Uhr ein abwechslungsreiches Programm in der Kräutergärtnerei in der Nürnberger Straße 86. Die Veranstaltung wird um 12 Uhr offiziell eröffnet. Mehrere Kräuter-Kurzführungen durch den Schaukräutergarten werden angeboten. Musikalisch unterhält die Akkordeonistin Evelyn Borchard . red