Bereits zum 23. Mal fand am Nachmittag des Heiligen Abends auf dem Dorfplatz in Seubelsdorf die von der freiwilligen Feuerwehr organisierte traditionelle Dorfweihnacht vor dem alten Gemeindehaus statt. Etwa 200 Besucher ließen sich dabei auf das Weihnachtsfest einstimmen.

Der Vorsitzende der Seubelsdorfer Wehr, Thomas Löffler, sah es als schöne Tradition an, dass sich regelmäßig am Heiligen Abend viele Bürger, ob als Mitwirkende oder Besucher, in weihnachtlicher Vorfreude unter dem großen Weihnachtsbaum zusammenfinden.

Bürgermeister Andreas Hügerich verwies auf die Entstehung des weltweit bekanntesten Weihnachtsliedes "Stille Nacht" vor 200 Jahren im österreichischen Oberndorf bei Salzburg. Er drückte die Hoffnung aus, dass sich die von dem Lied ausgehende Botschaft des Friedens in den Köpfen festsetzen möge.

Die Uetzinger Blechbläser unter der Leitung von Johann Schimmel sorgten mit einer Reihe von bekannten Weihnachtsliedern wie "Tochter Zion" und "Morgen Kinder wird's was geben" für eine feierliche und festliche Stimmung. Der gemischte Chor des Gesangvereins Harmonie Seubelsdorf unter der Leitung von Dorothea Lintzmeyer, verstärkt durch Eduard Meixner vom Gesangverein Kösten, vermittelte mit mehreren Liedern das Wunder der Geburt Jesu.

Der Vorsitzende des Gesangvereins Seubelsdorf, Manfred Niewelt (Gitarre) und der Ehrenvorsitzende der Feuerwehr Seubelsdorf, Willy Pöhner (Akkordeon) sangen und spielten äußerst gefühlvolle weihnachtliche Lieder wie "Vor langer Zeit in Bethlehem" oder "Glocken klingen hell am Heiligen Abend".

In seinen zwischendurch vorgetragenen gehaltvollen Vorträgen in fränkischer Mundart wünschte sich Willy Pöhner, der auch durch das Programm führte, im Sinne der Weihnachtsbotschaft ein friedliches Zusammenleben aller Menschen.

Angesichts der Ereignisse der vergangenen zwei Jahrtausende meinte er dann aber eher etwas resignierend als hoffnungsvoll: "Und Menschn gibds hald vil zu vil, wuu kaaner rechd den Friedn will. Der Willn müssd guud sei, ned die Ohrn, donn könnd mär uns die Bodschafd sporn."