Am Valentinstag, dem Tag der Liebe und Freundschaft, sangen und spielten in der stimmungsvollen Scheune des Café Kitsch die beiden Musi-kerinnen Alexandra Förtsch und Ute Fischer Petersohn, das Duo "Flair", mit ihren eigentlich so unterschiedlichen, dennoch aber unverwechselbar harmonisierenden Gesangsstimmen - man könnte fast sagen das weibliche Pendant von Simon & Garfunkel - in die Herzen ihrer zahlreich erschienenen Fans und Zuhö-rer. Mit "altmodischen" und "modernen", aufmunternden und ergreifenden, melancholischen und euphorischen Songs zu dem Thema, das seit Urzeiten die Menschheit und früher oder der später auch jeden Einzelnen von uns beschäftigt: die Liebe.

Das vielseitige Repertoire an Liebesliedern ging von "Gehen sie aus im Stadtpark die Laternen" (Gitte und Rex Gildo) über "Liebe ohne Leiden" (Udo Jürgens) zu "Alles was ich brauche bist Du" (Hoffmann & Hoffmann), von "You are my Sunshine" (Johnny Cash) über "Love is all around" (Wet, Wet, Wet) bis hin zu "Lay your Worry down" (Milow) und viele andere.

Ulrike Mahr rezitierte

Umrahmt wurden die individuell ausgesuchten Songperlen, die aber dennoch irgendwie allen bekannt waren und zum Mitsingen animierten, durch innige, gefühlvoll und berührend von der wunderbaren Kronacher Schauspielerin Ulrike Mahr in ihrer unvergleichlichen Art vorgetragenen, oft nur dahingehauchten kurzen Gedichte und Texte um die Liebe, aus der Feder von Joachim Ringelnatz, Masha Kaléko und anderen.

Flashmob mit den Beatles

Vor der Pause erreichte das Konzert einen ersten, fulminanten Höhepunkt. Mit dem Publikum studierten die drei Akteurinnen einen Gesangs-Flashmob ein, der das Motto des Abends "All you need is Love" (Beatles) intonierte, zuerst zurückhaltend, am Ende aber begeistert und reif für "Youtube".

In einer spürbar harmonisch und liebevollen Stimmung ging der musikalisch schwingende Liederabend für die Zuhörer, unter denen zur besonderen Freude der Musikerinnen auch besonders viele Liebespaare waren, weiter bis zur berührenden Zugabe "Bergwerk" (Reinhard Fendrich) und endete nach fast drei Stunden.

"Ganz tief ging das", schwärmte eine Besucherin, wohl stellvertretend für die meisten anderen, und verließ mit ihrem Partner beseelt und voller Freude den Konzert-Abend hinaus in die Nacht. red