Aus der gesamten Erzdiözese kamen kürzlich an zwei Wochenenden zahlreiche Jubelpaare, die bereits seit 40, 50, 60 oder gar 65 Jahren verheiratet sind, um in Vierzehnheiligen gemeinsam zu feiern. Der Geistliche Rektor der Bildungs- und Tagungshäuser Vierzehnheiligen Domkapitular Elmar Koziel, lud ein Wochenende lang unter dem Motto „Nie sollen Liebe und Treue dich verlassen ...“ ins Diözesanhaus ein.

Der Geistliche Rektor sowie die Franziskusschwester Christina Schirner und die Gemeindereferentin Elfi Lurz aus Weißenbrunn hatten wieder ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm zusammengestellt. Neben gemeinsamen Gesprächen, Zusammenkünften und Vorträgen stand auch ein bunter Abend sowie eine Matinée mit dem Bamberger Geschichtenerzähler Erik Berkenkamp an. Viele Lebenserfahrungen konnten die Jubelpaare untereinander austauschen. „Es war wunderschön, uns hat das Wochenende sehr gefallen“, erzählten Marianne und Karl Sennefelder aus Burgebrach. „Wir sind auf Empfehlung einer Bekannten gekommen. Unser 50. Hochzeitstag war im April, aber wegen Corona kam keine Feier zustande. Heute ist auch unser Sohn Markus mit seiner Birgit zum Gottesdienst in die Basilika gekommen. Beide werden demnächst heiraten “, erzählte die Jubelbraut.

„Wir waren schon bei unserem 50. und 60. Ehejubiläum bei den Jubelwochenenden dabei, es waren immer schöne Tage“, so Bernhard Reuß aus Klosterlangheim. Er und seine Anni feiern ihre eiserne Hochzeit im Oktober. Den gemeinsamen Glauben nannten beide als wichtige Grundlage für die 65 Jahre ihrer Ehe . „Mein Mann war 25 Jahre und ich 22 Jahre alt, als wir geheiratet haben. So jung heiratet heutzutage niemand mehr. Wenn man den richtigen Partner hat und alt genug wird, dann kann man auch so ein Fest erleben“, erzählt die Jubelbraut freudig. „Vertrauen, Treue und Ehrlichkeit aber auch gleiche Interessen sind das Wichtigste. Man muss sich auf seinen Partner verlassen können“, gaben beide als Tipp für eine langjährige Ehe .

Höhepunkt des Treffens für die Jubelpaare war ein feierlicher Jubiläumsgottesdienst am Sonntagmorgen in der Basilika. Angehörige , Verwandte und Freunde feierten coronakonform mit den 36 Jubelpaaren Eucharistie. In Ehe und Partnerschaft regiere nicht der Eigennutz, nicht das Eigeninteresse, sondern an erster Stelle die Teilnahme am Wohl und Wehe des anderen. „Das ist Zuneigung, das ist Liebe , das ist insbesonere auch der Geist christlicher Liebe “, so Elmar Koziel in seiner Predigt. Noch in der Basilika überreichte der Bräutigam eine Rose an seine „Liebste“, als Zeichen der Verbundenheit. red