Die Gemeinde liebäugelt mit der Initiative "bodenständig" des bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Bei der Gemeinderatssitzung gab Daniel Spaderna vom Amt für ländliche Entwicklung (AlE) ausführlich Informationen. Ein Beschluss über eine Teilnahme wurde zunächst noch nicht gefasst, obwohl die Gemeinde allein schon im Zuge des Wasserproblems auf den landwirtschaftlichen Flächen im Fröschengraben zum Handeln angehalten ist.

Zentrale Anliegen von "bodenständig" sind der Erosionsschutz durch Verringerung des Bodenabtrags aus den Feldern, der Gewässerschutz durch Senken des Nährstoff- und Sedimenteintrags in die Gewässer, Abflussspitzen bei Hochwasser sollen abgemildert sowie Puffer und Rückhaltestrukturen geschaffen werden. Ein Schwerpunkt soll dabei die Diskussion mit den Landwirten sein, da immer mehr Starkniederschläge Einfluss auf die Landnutzung ausüben. "Unsere derzeitigen Landschaften sind ein Auslaufmodell", sagte Spaderna. Deshalb solle die Umsetzung nicht mehr am grünen Tisch erfolgen. Vielmehr sollte ein Mitmacheffekt draußen in der Flur erreicht werden, wobei neben der Gemeinde die Bauern die Ziele von "bodenständig" auch zu ihren eigenen machen sollten. Die Finanzierung des Konzeptes erfolgt zur 100 Prozent über das AlE. Ein ganzes Maßnahmenbündel könnte zur Ausführung kommen.

Auf die Frage des Bürgermeisters Sebastian Straubel (CSU), ob die Initiative den Bau des Regenwassersammlers am Sportplatz Oberlauter bis zum Abschluss des Verfahrens hinauszögern würde, kam vom Referenten ein klares "Nein". Der Sammler könne unabhängig davon in Angriff genommen werden. Resümee des Bürgermeisters: "Wir bleiben an diesem Thema dran."

Über einiges informierte der Bürgermeister die Gemeinderäte und die Bürger in der öffentlichen Sitzung. Durch Erhöhung der Bausummen sowohl bei der Sanierung der Mittelschule als auch beim Bau des Mehrgenerationenspielplatzes erhöhten sich auch die Planungsleistungen, sagte er. Weitere Kleinmaßnahmen bei der Sanierung des Mirsdorfer Weges in Neukirchen erforderten zusätzliche Kosten von 23 000 Euro.

Bei der Erstellung eines Kanalkatasters fallen laut Straubel überplanmäßige Ausgaben von 14 000 Euro an aufgrund der tatsächlich ermittelten Längen des Schmutz- und Regenwasserkanals.

Eine Geschwindigkeitsmessung in Rottenbach (auf Initiative des Ortssprecher Udo Oppel) von rund 8000 Fahrzeugen ergab, dass der Durchschnitt bei 38,4 km/h lag. Erlaubt sind 30 km/h. Bei einer Verkehrszählung im Rosenauer Weg wurden an 22 Tagen 14 000 Fahrzeuge registriert. Dies wurde bekanntgegeben auf Anfrage von Gemeinderat Manfred Menzel.

Die Dorfgemeinschaft Rottenbach hat einen Anerkennungspreis erhalten für ihr Dorfteich-Projekt, nachdem der Bürgermeister es zum Wettbewerb "Das schönere Dorf - die schönere Stadt" angemeldet hatte.

Der Verkauf des Gemeindehauses in Tiefenlauter ist abgeschlossen. Bis Ende April 2019 kann die Feuerwehr noch bleiben.

Nahezu abgeschlossen ist die Sanierung der Friedhofskapelle in Unterlauter. Schäden am Dach sind noch zu beheben.

Noch vor der jüngsten Gemeinderatssitzung konnte ein Bauprojekt in Lautertal abgeschlossen werden. Der stark genutzte Fußweg in der Lautertaler Frankenstraße ist nun saniert. Insgesamt hat die Gemeinde hierfür rund 25 000 Euro investiert. "Die Sicherheit für die Fußgänger haben wir mit der Baumaßnahme deutlich erhöht", freute sich Bürgermeister Straubel bei einem Ortstermin. "Die Maßnahme bringt zudem mit sich, dass die Nutzung mit Rollator oder auch Kinderwägen nun möglich ist. Dies war durch den schlecht befestigten und mit Stufen versehenen Weg vorher nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Wir haben damit auch eine Forderung der örtlichen Sozialverbände VdK und SoVD aufgegriffen und umgesetzt", so Straubel weiter.

Besonders der langjährige VdK-Vorsitzende Klaus Blumberg hatte mit Bürgermeister Sebastian Straubel über die Baumaßnahme gesprochen. "Klaus Blumberg ist leider im vergangenen Jahr viel zu früh verstorben, er hätte sich wahnsinnig über die Fertigstellung gefreut", so der Bürgermeister.

Seitdem der Stadtbus auch den Ortsteil Oberlauter anfährt und am Rathaus hält, wird der Fußweg zwischen Frankenstraße und Eisenacher Straße noch intensiver genutzt. Mit der Wegsanierung ist der Fußweg nun auch beleuchtet worden. Ausführende Baufirma war das Unternehmen Stammberger aus Rödental.

Bürgermeister Straubel bedankte sich bei den Mitarbeitern der Firma Stammberger und der SÜC für den schnellen und reibungslosen Bauverlauf. Seinen Dank richtete er aber auch an Peter Welz aus dem Bauamt der Gemeinde sowie an die Mitarbeiter aus dem Bauhof.