Wie soll die Seitendeponie beim Harsdorfer Ortsteil Altenreuth einmal aussehen? Michael Probst von der Bayreuther Außenstelle der Autobahn GmbH des Bundes - wie die einstige Autobahndirektion Nordbayern jetzt heißt - stellte dem Gemeinderat dazu am Dienstagabend gleich vier Gestaltungsideen vor.

Durch die Seitendeponie wird in enger Absprache mit dem Naturschutz auch ein Lärmschutz für Altenreuth realisiert. Insgesamt geht es laut Probst darum, rund 45 000 Kubikmeter Erde zu modellieren. Die vier Varianten unterscheiden sich hinsichtlich Neigung, Höhe und Länge. Füllmaterial ist aus der Baustelle an der Anschlussstelle Thurnau-Ost ausreichend vorhanden ist. Probst: "Durch die Seitendeponie wird die Lärmbelästigung um etwa zwei Dezibel reduziert."

Die Beteiligung der Unteren und Höheren Naturschutzbehörde sei bereits erfolgt, so der Experte weiter. Derzeit werde ein landschaftspflegerischer Begleitplan mit Artenschutzbeitrag erarbeitet. Die Einbindung in das Landschaftsbild erfolge mit einer Anpassung an die örtliche Topografie durch eine flach auslaufende Böschung, wenn möglich sollen die vorhandenen Gehölze erhalten bleiben oder versetzt werden.

Zum weiteren Vorgehen kündigte Michael Probst die Abstimmung mit den beteiligten Behörden an. Die Ausführungsplanung erfolge im Winter, die Ausschreibung im Frühjahr, die Bauausführung im Sommer und Herbst 2022. Die abschließende Bepflanzung erfolge im Frühjahr 2023.

Für freie Sicht

Bürgermeister Günther Hübner (CSU) nannte es positiv, dass auch links neben der Betriebsumfahrt eine Seitendeponie angelegt wird. Wilfried Löwinger (CSU) bat darum, an der neuen Böschung keinen Wald entstehen zu lassen. Er warb für eine freie Sicht. So sah es auch Manfred Zapf (CSU): "Die Ursprünglichkeit des Geländes sollte erhalten bleiben."

Der Gemeinderat werde, wie Hübner ankündigte, zeitnah beraten, welche Variante befürwortet wird.

Aus nichtöffentlicher Sitzung gab der Bürgermeister bekannt, dass die Gemeinde Harsdorf ein Viertel der Kosten der Sanierung an der Staatsstraße vom Bahnübergang bis zur Schulstraße tragen müsse, das seien 80 000 Euro.

Dem TSV Harsdorf gewährte das Gremium einen Zuschuss von 559 Euro zu den Übungsleiterkosten.