Ein außergewöhnlicher Schultag drehte sich um Kunststoffe. 43 Schüler der Vorabschlussklassen der Mittelschule Pressig beschäftigten sich mit ihrer Berufswahl und hatten neben Spaß auch Spannung bei diesen interessanten Lehrstunden.
Dazu kam die Ausbildungsinitiative "MyPlastics" in die Schule und informierte über die Berufe in der Kunststoffbranche. Ziel war es, den Schülern die faszinierenden und Top- Ausbildungsberufe der Kunststoffindustrie näherzubringen und ihnen somit eine Hilfe auf dem Weg zur Berufswahl zu sein.


"Das ist vielen oft nicht bewusst"

Tatkräftige Unterstützung gab es von der Firma "Petz Industries" aus Haßlach bei Teuschnitz. Zunächst machte "MyPlastics"-Referentin Simone Rieß die Schüler mit dem Werkstoff der Zukunft vertraut. Sie machte dies anschaulich, zum Beispiel durch einen Kunststofffensterrahmen, eine Radioblende und durch ein Stück einer Lkw-Wand.
Damit verdeutlichte sie die "Unerlässlichkeit" von Kunststoffmaterial und erklärte die Produktion von Kunststoffprodukten. "Durch den alltäglichen Gebrauch von Kunststoff ist vielen oft nicht bewusst, wie komplex die Herstellung ,scheinbar einfacher Produkte‘ tatsächlich ist. Daher sind die entsprechenden Ausbildungsberufe nicht nur interessant, sondern auch anspruchsvoll." Wie stark die Kunststoffbranche auch in der Region vertreten ist, zeigten die Firmenvertreter der Firma "Petz Industries" Jens Volk (Ausbilder), Pascal Förtsch, Markus Kühbrich, Emanuel Behrschmidt und Dominik Wicklein (alle Auszubildende Werkzeugmechaniker), Mike Müller und Marcel Konrad (beide Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik), Leon Matern (Auszubildender Mechatroniker), stellten das breite Ausbildungsangebot der Firma vor und präsentierten den Schülern interessante Informationen zum Unternehmen. Anschließend erfolgte eine Einteilung der Jugendlichen
in Gruppen, und der praktische Teil konnte beginnen.


Vier Stationen

Die ersten beiden Stationen des Berufe-Parcours standen für den Ausbildungsberuf des Werkzeugmechanikers. Hier an Station eins konnten die Schüler Messübungen mit Messschiebern durchführen und die Ergebnisse protokollieren. Für einen Werkzeugmechaniker ist eine präzise Vorgehensweise elementar, da er Arbeiten im Hundertstel-Millimeter-Bereich ausführt.
An der zweiten Station wurde die Montage beziehungsweise Demontage von einem Werkzeug erprobt. Auch eine Bauteilzuordnung mit Hilfe einer Zeichnung war hier gefragt. Für Werkzeugmechaniker ist es wichtig, dass sie ein Gespür für Metall entwickeln, da metallbearbeitende Vorgänge zu ihrem Berufsalltag zählen.
Station drei repräsentierte das Berufsbild des Verfahrensmechanikers für Kunststoff- und Kautschuktechnik. Vierte und letzte Station des Berufe-Parcours spiegelte den Ausbildungsberuf des Mechatronikers wider. eh