Wie es überhaupt zur Planung eines verkaufsoffenen Sonntags" in dem außerhalb der Innenstadt liegenden Rewe-Markt kommen konnte?
Antrag auf Sommerfest
Wie Andrea Bohl von der Pressestelle im Rathaus auf Nachfrage der Bayerischen Rundschau mitteilt, hatte die Stadt im März einen „korrekten Antrag“ für die Gestattung eines Sommerfestes auf dem Rewe-Parkplatz vorliegen. „Diesem Antrag wurde selbstverständlich stattgegeben.“
Was einen verkaufsoffenen Sonntag betreffe, lägen keinerlei rechtliche Voraussetzungen noch ein entsprechender Antrag vor. „Darüber hinaus hat die Stadt Kulmbach im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht die Verantwortlichen des Rewe-Marktes auf die Unzulässigkeit eines möglichen ,verkaufsoffenen Sonntags' hingewiesen“, so Bohl.
Rewe gibt Fehler zu
Und was sagt Rewe zu dem ganzen Vorfall? Man habe das Parkplatzfest und die Ladenöffnung beantragt, dann aber leider nicht registriert, dass im Bescheid der Stadt die Öffnung des Rewe-Marktes nicht genehmigt worden ist, heißt es aus der Zentrale. Als die Werbung angelaufen sei, sei man dann vom Rathaus darauf explizit hingewiesen worden.
„Wir sind der Stadt dafür dankbar, denn so sind wir rechtlichen Schritten aus dem Weg gegangen, die uns wohl gedroht hätten, wenn wir einen ,verkaufsoffenen Sonntag durchgeführt hätten“, erklärte Rewe.
Gefeiert wird trotzdem
Auch wenn es kein verkaufsoffener Sonntag werden darf - in der Lichtenfelser Straße wird am Sonntag trotzdem gefeiert. Der Rewe-Markt lädt von 11 bis 18 Uhr zu einem Sommerfest auf dem Parkplatz ein, wie Marktleiterin Melanie Förtsch auf Nachfrage mitteilt. Mit Burger, Steaks und Bratwürsten, Eis, Popcorn, Getränken und einem bunten Familienprogramm. Eine Hüpfburg und ein Bobbycar-Parcours werden aufgebaut, auch eine Tombola findet statt.
Geöffnet hat am Sonntag auch die im Markt integrierte Bäckerei Fuchs. Aber nicht während des ganzen Sommerfestes, sondern nur von 11 bis 14 Uhr. Denn auch für Bäckereien gelten nach dem Ladenschutzgesetz an Sonn- und Feiertagen ganz besondere Regeln.