Kurz nach dem Start im Main-Donau-Kanal kassierte sie einen Schlag auf die Nase und schwamm schließlich am Rand weg vom Getümmel weiter. Mit ihrer Zeit von 1:12:54 Stunden für die 3,8 Kilometer Schwimmen war Ittner nicht zufrieden. „Ich war zunächst etwas deprimiert, denn das war noch langsamer als in Frankfurt.“
Auf dem Rad gab sie nach verhaltenem Beginn ab Kilometer 20 richtig Gas. „Die Kilometer verflogen förmlich und die Wattzahlen lagen konstant über meinem eigentlichen Plan.“
Marathon in 3:01:42
Obwohl der Wind in Runde 2 deutlich zunahm, fühlten sich ihre Beine weiter „unglaublich gut an“. Nach 4:58:51 Stunden und einem Durchschnittstempo von 36 km/h wechselte die 33-Jährige auf die Laufstrecke. Hier lief Ittner ein starkes Rennen und machte Platz um Platz gut. „Bei Kilometer 25 warteten meine Familie und Freunde an der Lände und riefen mir zu, dass der Rückstand auf die Führende in meiner Altersklasse nur noch knapp zwei Minuten betrug. Das und die vielen Zuschauer, die meinen Namen riefen, haben mir unglaublich viel Energie gegeben“, berichtet Ittner.
Schließlich lief sie nach starken 3:01:42 Stunden „voller Freude und Stolz ins Stadion ein“. Mit ihrer Zeit von 9:17,06 Stunden ließ sie viele Profisportlerinnen hinter sich und belegte unter allen Frauen Rang 12. Damit war Ittner zweitbeste Deutsche nach Carolin Pohle (8:31:35), die beim Sieg von Alanis Siffert aus der Schweiz (8:09:09) auf Rang 5 kam, und schnellste ihrer Altersklasse 30 bis 34.
Schmid vor Friedmann
Eine starke Leistung bot auch der Burgkunstadter Marc Schmid. Der für den ASC Kronach-Frankenwald startende Triathlet beendete das Rennen nach in 9:28:21 Stunden. In der Gesamtwertung kam Schmid auf Rang 219, in der Altersklasse 35 bis 39 Jahre wurde er 39. Sieben Sekunden nach ihm lief der für den MTC München startende Kulmbacher Carsten Friedmann ins Ziel und landete in der AK 30 auf Rang 30 (Gesamt-220.)
Eine halbe Stunde schneller als bei seinem Roth-Debüt vor zwei Jahren war der Kulmbacher Michael Schoberth. Trotzdem war der 37-Jährige vom ASV Triathlon Kulmbach mit seinen 12:56:49 Stunden nicht zufrieden. „Ich bin eine Stunde hinter meinem Ziel zurückgeblieben. Aber in meinem Wettkampf war einfach der Wurm drin.“ Beim Schwimmen sei er abgedrängt worden. Beim Radfahren hatte Schoberth mit dem ständig stärker werdenden Wind zu kämpfen. Das forderte seinen Tribut, so dass er beim Marathon teilweise gehen musste.