Wichtige Entscheidungen fielen im Weißenbrunner Gemeinderat noch kurz vor dem Weihnachtsfest. Bürgermeister Jörg Neubauer blickte auf ein arbeits-, ereignis- und erfolgreiches Jahr 2021 zurück. Nach seinen Angaben konnte viel erreicht werden, aber es stehen in den nächsten Jahren einige Mammutaufgaben bevor.

Modellprojekt

In der Jahresabschlusssitzung am Dienstag fasste der Gemeinderat einstimmig den Beschluss, einen Antrag auf Teilnahme am Modellprojekt „Digitale Planung Bayern“ einzureichen. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war unter anderen, dass sich die Gemeinde Weißenbrunn in der Haushaltskonsolidierung befindet und alle Fördermöglichkeiten ausschöpfen soll und will. Das bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr teilte diesbezüglich mit, dass zehn Gemeinden und Städte am Modellprojekt teilnehmen können.

Vielleicht habe Weißenbrunn Glück, zeigte sich Bürgermeister Jörg Neubauer ( SPD ) zuversichtlich. Es winke eine Förderhöhe von circa 40 Prozent, höchstens bis 30 000 Euro , informierte Geschäftsleiter Markus Wagner ergänzend.

In dem Modellprojekt geht es um die Erneuerung des gemeindlichen Flächennutzungsplans , die aus Kostengründen immer wieder verschoben wurde, aber längst fällig ist, da eine letzte Anpassung im Jahr 1983 erfolgt war. Das Modellprojekt des Ministeriums dient der Unterstützung auf fachlicher, technischer und organisatorischer Ebene. Damit sollen die kommunale Bauleitplanung und Verfahren zu Bebauungs- und Flächennutzungsplänen wesentlich effizienter gestaltet werden.

Zuschuss für Freibad

Das ehemalige gemeindliche Freibad Weißenbrunn ist seit 2013 im Besitz des Vereins Schwimmbadfreunde Weißenbrunn . Die Gemeinde beteiligt sich jährlich mit einem Betrag am Betriebskostendefizit. Zweiter Bürgermeister Michael Gödel (FW), der für Bürgermeister Jörg Neubauer in diesem Punkt die Sitzung leitete, da Neubauer Vorsitzender der Schwimmbadfreunde ist, gab das Betriebskostendefizit mit 15 020 Euro bekannt. Weil im Haushalt 2021 aber nur 10 000 Euro eingestellt sind und diese 10 000 Euro auch vom Landratsamt genehmigt wurden, können für 2021 nur 10 000 Euro ausgezahlt werden. Dem stimmte das Ratsgremium zu.

Der Rathauschef dankte den Vereinsmitgliedern, die aufopferungsvoll in ehrenamtlichem Engagement das Schwimmbad Weißenbrunn vorzüglich führen und pflegen. Insbesondere hob er die Leistung von Dritter Bürgermeisterin Ruth Tölg ( SPD ) hervor, die zugleich Kassiererin des Vereins ist und die Abrechnungsunterlagen fachgerecht erstellt hat.

Für soziale und karitative Zwecke gewährt die Gemeinde als Anerkennung und Dank für die gemeinnützigen Aktivitäten der Diakoniestation Weißenbrunn für das Jahr 2021 einen Zuschuss in Höhe von 779 Euro (errechnet sich aus 1470 evangelischen Einwohnern mit 0,53 Euro pro Einwohner). Die Caritas-Sozialstation erhält einen Zuschuss von 464 Euro (bei 877 Katholiken). Der Volkshochschule Kreis Kronach wird eine Förderung in Höhe von 150 Euro für 2021 gewährt.

In einem kleinen Jahresrückblick beschrieb das Gemeindeoberhaupt ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr. Er habe größten Wert auf Information und Transparenz gelegt, versicherte Neubauer, was aber vor allem gegenüber den Bürgern wegen der Corona-Pandemie nur begrenzt möglich gewesen sei, da er die Bürgerversammlungen nicht abhalten konnte. Ausnahmen: Hummendorf und Thonberg. Besonders in Hummendorf bewege sich in nächster Zeit viel. Nach jahrelangen Vorarbeiten könne man Schritt für Schritt eine Dorferneuerung realisieren. Der Start erfolge mit der Schaffung einer neuen Auffahrt zum Kirchberg und der Neugestaltung des Kirchenumfelds.

Seniorenzentrum geplant

Neben der Erneuerung der Kreisstraße KC 5 durch den Landkreis warten auf die Gemeinde laut Bürgermeister weitere große Aufgaben am Bahndamm in der Ortsmitte.

Die Verwirklichung eines Großprojekts „Seniorenzentrum Hummendorf“ rücke näher, sagte der Bürgermeister . eh