Viele ältere Menschen sind derzeit allein, auch im Frankenwald. Die Kinder oder Enkel leben weit weg, die Pandemie lässt Familientreffen nicht zu.

In dieser Situation will die Stadt Wallenfels gemeinsam mit den katholischen und evangelischen Kirchengemeinden ein Zeichen der Hoffnung setzen: Alle über 80-Jährigen in der Flößerstadt erhalten eine weihnachtliche Tüte mit einem handgefertigten Stern der Hoffnung sowie einem Gruß des Bürgermeisters und der beiden Pfarrer .

Bereits im vergangenen Jahr hatten sich die politischen und kirchlichen Gemeinden zu einer ähnlichen Aktion zusammengefunden. „Die Resonanz war so positiv, dass wir uns angesichts der gleichbleibend schwierigen Situation für eine Wiederholung entschieden haben“, so Bürgermeister Jens Korn .

Für ihn ist die Gemeinsamkeit mit den Kirchen besonders wichtig: „Uns prägt nicht nur an Weihnachten das Bewusstsein, dass wir alle in einem Boot sitzen“, so Korn. Pater Jan sieht die Aktion als ein weihnachtliches Zeichen: „Wir feiern die Geburt Christi , der auch den Verzweifelten Hoffnung gibt.“

Ein himmlischer Gruß

Pfarrer Andreas Krauter freut sich ebenfalls über die Aktion: „Die Beschenkten merken, dass sie nicht vergessen sind. Das ist für mich auch ein himmlischer Gruß.“ Die Aktion bedeutete Überstunden für Kunsthandwerkerin Karin Schmitt. Sie hatte sich bereiterklärt, alle 280 Sterne von Hand zu fertigen. „Ich bin von der Aktion überzeugt, deswegen mache ich die Arbeit gemeinsam mit meinem Sohn sehr gerne“, so Schmitt, die zu dieser Jahreszeit normalerweise auf Weihnachtsmärkten vertreten ist.

Karte und Tüte hat Kristina Sengewald gestaltet. Verteilt werden die kleinen Aufmerksamkeiten durch die Ehrenamtlichen der Kirchengemeinden und des Seniorenclubs Wallenfels . Vorsitzende Rosi Hentschel kann von sehr positiven Reaktionen der Senioren berichten: „Sie sind freudig überrascht, es ist ein schönes Zeichen gerade in dieser schwierigen Zeit.“ red