Wanderungen durch die „Wildnis“, schlafen unterm Sternenhimmel, mitten in der Natur und das an der einstigen innerdeutschen Grenze. Am Donnerstagnachmittag wurde der Trekkingplatz „Frankenwald Thüringer Warte“ offiziell seiner Bestimmung übergeben. Der Platz befindet sich ganz in der Nähe des Aussichtsturms Thüringer Warte. Nicht weit davon verlaufen das Frankenwald-Steigla, der Wetzsteinmacherweg, der Themenweg Glasmacher-Weg und die Hauptwanderroute Burgenweg.

Vier Bodenflächen

„Ich bin begeistert vom Platz und der Infrastruktur, die hier entstanden sind“, freute sich Bürgermeister Timo Ehrhardt . Er wies darauf hin, dass Übernachtungen auf Trekkingplätzen voll im Trend seien. Ausgestattet ist der Trekkingplatz mit vier Bodenflächen für jeweils ein Zelt. Vorhanden sind weiterhin eine Feuerstelle mit Sitzmöglichkeiten, Brennholzvorrat, ein Wasserfass für Brauchwasser sowie eine wettergeschützte Outdoor-Toilette.

Betrieben wird der Trekkingplatz von der Stadt Ludwigsstadt . Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach leistete den wesentlichen Beitrag zum Gelingen durch eine 90-Prozent- Förderung aus dem Programm für besondere Gemeinwohlleistungen aus im Staatswald. Insgesamt wurden 16 000 Euro in den Trekkingplatz investiert. Der Leiter des Amts, Michael Schmidt erklärte: „Die Menschen sind dabei, ihre eigene Heimat zu entdecken“. Im Tourismusbereich setze sich vermehrt eine gewisse Regionalität durch. Man sei dabei, im gesamten Frankenwald ein Trekkingplatznetz aufzubauen.

Mit dem Trekkingplatz, so erklärte der Ludwigsstädter Revierleiter, Sebastian Kauppert, wolle man den Wald für die Bevölkerung erlebbar machen.

„Der Trekkingplatz ist eine absolute Bereicherung“, steht für Nicole Wittig vom Frankenwald-Tourismuscenter fest. Sie sprach von einer steigenden Nachfrage und wies darauf hin, dass die Trekkingplätze im Frankenwald teilweise auch zu Fuß aus vom jeweils benachbarten Platz erreicht werden können. Zudem gebe es gute Möglichkeiten für zwei oder dreitägige Trekkingtouren . Beispielsweise könne man vom Bahnhof Ludwigsstadt aus zum Trekkingplatz Thüringer Warte wandern, dort übernachten und dann weiter zum Trekkingplatz Kobach in der Nähe des Rennsteigs/Schildwiese und am dritten Tag von dort aus zum Freizeit- und Tourismuszentrum, das sich ganz in der Nähe des Bahnhofs befinde. Die Kosten für eine Nacht pro Zelt liegen bei 15 Euro. Die Tourismusbeauftragte der Stadt Ludwigsstadt , Manja Hünlein, wies zudem darauf hin, dass zwei Zelte im Schiefermuseum ausgeliehen werden können.

Buchungen online

Die Buchungen der Trekkingplätze im Landkreis Kronach, dies sind die Thüringer Warte, Kobach/Rennsteig und Leitschtal/Steinwiesen, können online über frankenwald-tourismus.de erfolgen.

Bürgermeister Timo Ehrhardt ( SPD ) vergaß es nicht, sich bei allen Beteiligten zu bedanken. Neben dem Mitinitiator und Revierleiter Tettau, Christian Goldhammer, der Bayerischen Staatsforsten mit Michael Schmidt, dem Frankenwaldverein galt dieser Dank auch den Betreuern der Trekkingplätze Kobach und Thüringer Warte, Thomas Melcher und Bernd Heinz.