Pressig  —  „Wanderbares Pressig “ – unter diesem Motto folgten über 60 Bürger einer Einladung der Marktgemeinde , um die Schönheiten der Natur rund um ihren Heimatort zu erkunden. Die Tour auf Schusters Rappen hat sich gelohnt, man entdeckte nicht nur landschaftliche Reize.

Der Markt Pressig ist stolz auf seine Wanderwarte und auch auf die von ihnen gepflegten und markierten Wanderwege rund um Pressig . So lud die Marktgemeinde mit ihren tüchtigen Wanderwarten unter Regie von Ordnungsamtsleiter Jürgen Fischer zu einem Wandertag ein, um den Bürgern, vom Kleinkind bis zum Senior die Route rund um den Rauhen Berg vorzustellen. Selbst so manch Pressiger Urgestein kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, was es alles an schöner Natur und attraktiven Verschönerungen und Verbesserungen durch die Wanderwarte, neben einem herrlichen Panoramablick vom 489 Meter hohen Rauhen Berg zu sehen gibt.

Bürgermeister Stefan Heinlein war schon beim Start begeistert, dass sich so viele Familien für eine Wanderung interessierten, allein das sei schon ein Erfolg. Und auch das sommerliche Wetter steigerte die Lust, die Gegend per pedes zu erkunden. Eine erst kürzlich aufgestellte Ruhebank sowie ein interessanter Baumlehrpfad erweckten großes Interesse, ebenso wie die neu angebrachten Vogelhäuser. 25 Stück solcher Nistkästen wurden gebaut und mit einem Logo versehen an den Wanderwegen platziert, so kann man Meisen beobachten, die fleißig Futter für ihren Nachwuchs herbeibringen.

Vorbei ging es an kürzlich freigelegten Steinen mit geschichtlicher Bedeutung. Von hier wurden in den 1950er Jahren auch für die Erbauung der Herz-Jesu- Kirche Steine geholt. In Richtung Neukenroth kam man an einer sehr beschaulichen und zum Innehalten einladenden Kapelle vorbei. Es ging dann hinauf auf den Gipfel des Rauhen Berges, wo verschiedene Marterl am Wegesrand stille Zeugen der Frömmigkeit sind.

Friedensandacht am Gipfelkreuz

Sozusagen am Gipfelkreuz, das von bunten Blumen geschmückt war, zelebrierte Pfarrerin Claudia Grüning-Göll, assistiert von Gerlinde Hilbert, eine beeindruckende ökumenische Friedensandacht. Diese endete mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Gib uns Frieden jeden Tag“.

Nochmals konnte der Panoramablick ins Haßlachtal und den Weißbachgrund schweifen. Bergab ging es in Richtung Sportplatz des 1. FC Pressig , wo die Wanderfreunde mit Bratwürsten vom Grill empfangen wurden. Auf dem Weg dorthin präsentierten die drei Wegewarte Günther Hanna, Rudolf Romig und Georg Pabstmann nochmals eine Überraschung mit extra geschaffenen Sitzplätzen und hatten daneben eine Frankenfahne gehisst.

Bürgermeister Stefan Heinlein war voll des Lobes für die wunderschöne Wanderstrecke und dankte für die Ausgestaltung durch die Wegewarte sowie den Ordnungsamtsleiter Jürgen Fischer . „Euer Einsatz verbindet Menschen und zeigt die Heimat, unseren Frankenwald, von der schönsten Seite“. Wer das ideenreiche und ehrenamtlich engagierte Rentnertrio unterstützen möchte, kann sich jederzeit im Rathaus Pressig melden. eh