Wenn man an den Markt Mitwitz denkt, fällt einem sofort das historische Wasserschloss mit seinem malerischen Schlosspark ein. Das angrenzende Kuratenhaus spielt bisher eher eine untergeordnete Rolle. Umso mehr freut sich Bürgermeister Oliver Plewa über die Nachricht, dass das Fachwerkgebäude nun vom Landkreis umgestaltet werden soll. Eine Million Euro will der Freistaat Bayern für den Eurocampus "Grünes Band" in die Hand nehmen und damit das markante Haus aufpolieren.

Als das Wasserschloss im vorletzten Jahr an den Landkreis verkauft wurde, hätte niemand erwartet, dass man sich schon in Kürze über eine derart positive Entwicklung freuen dürfte. "Eine Anlaufstelle für Touristen und Startpunkt für das ,Grüne Band‘ ist das, was dem Markt Mitwitz noch fehlt. Das Fachwerkhaus am Wasserschloss wäre ein guter Standort", meint Oliver Plewa.

Ursprünglich sollte das Haus in der Kronacher Straße 3 für Fremdenverkehrszwecke saniert und umgebaut werden. Nach Abwägung des Kosten-Nutzen-Faktors hat man jedoch beschlossen, dieses Vorhaben nicht in Tat umzusetzen.

Der Markt Mitwitz wird den Landkreis nun bestmöglich bei dem Vorhaben unterstützen. Insbesondere das Umfeld rund um das Wasserschloss und darüber hinaus wird von der Marktgemeinde komplett neu gestaltet. Was mit dem Abbruch der Fischer-Brache begann, wird nun in großen Schritten weitergeführt. Mehrere Bauabschnitte, insbesondere am südwestlichen Ortseingang und als nächstes im Bereich der Föritz, sind vorgesehen. Auch ein Willkommenshäuschen wird es geben. Die Planungen sind bereits so gut wie abgeschlossen, die Ausschreibung kann bald erfolgen.

Anlaufstelle für Besucher

Die Maßnahmen könnten nicht von heute auf morgen umgesetzt werden, teilt Bürgermeister Plewa mit. Es werde noch die nächsten Jahre in Anspruch nehmen, bis das Ganze komplett fertiggestellt ist.

"Es freut uns aber ganz besonders, dass die Regierung von Oberfranken unserem Vorhaben positiv gegenübersteht, so dass wir mit Förderungen rechnen können. Der Förderantrag wurde von unserer stellvertretenden Kämmerin Dana Rüger auf den Weg gebracht", erklärt Plewa. "Wenn das Kuratenhaus zur Anlaufstelle für Besucher wird, haben wir damit den idealen Ausgangspunkt für Touristen und Wanderer geschaffen. Wir befinden uns also auf dem besten Weg, die ,Perle des Frankenwaldes‘ noch weiter zu veredeln." red