Am Samstag, 2. April, um 19.30 Uhr findet das letzte Konzert der Saison des von Kronach Creativ getragenen VHS-Musikrings statt. Die ursprünglich aus Kronach stammende Pianistin Barbara Scherbel (geb. Zenk) präsentiert ihr neues Soloprogramm „Nacht“ – Klaviermusik der Romantik im Kreiskulturraum .

Barbara Scherbel wurde in Kronach geboren und erhielt dort seit ihrem achten Lebensjahr Klavierunterricht bei Wendelin Treutlein an der Berufsfachschule für Musik. Darüber hinaus nahm sie bei Prof. Erich Appel in Nürnberg Unterricht im Klavierspiel.

Bereits nach dreijährigem Klavierunterricht gewann sie ihren ersten Wettbewerb, sie erreichte fünf Bundespreise „Jugend musiziert“, war Preisträgerin des „Grotrian-Steinweg“-Wettbewerbs, des „Nürnberger Klavierwettbewerbs“ und des „7. Concours international de Piano de l´Eurorégion“ (Lille). Mit zwölf Jahren debütierte sie mit Orchester. Sie war Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben und nahm an internationalen Meisterkursen bei Karl-Heinz Kämmerling, Arne Torger und Rudolf Kehrer teil.

Das Studium an den Musikhochschulen München bei Prof. Franz Massinger und Nürnberg bei Prof. Wolfgang Manz vervollständigte ihre pianistische Ausbildung. Zusätzlich studierte sie Liedbegleitung bei Prof. Helmut Deutsch. Barbara Scherbel musizierte als Solistin mit den Hofer Symphonikern, der Vogtlandsymphonie, dem Freien Landesorchester Bayern und den Münchner Symphonikern. Konzertengagements mit verschiedenen Ensembles führten sie über den deutschsprachigen Raum hinaus nach Lissabon und Paris. Kürzlich lud sie der MDR als Klavierbegleiterin des dortigen Kinderchores zu einer Konzertreise im Osten Deutschlands ein. Die Pianistin lebt in München und ist Lehrbeauftragte am Institut für Musikpädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität .

Nachtstücke, Serenaden, Nocturnes als Abendständchen gibt es in der Musik bereits seit der Barockzeit. Aber besonders der romantische Gestus des Gefühlvollen, Elegischen lässt sich im Thema „Nacht“ gut verkörpern - so ist die Nacht in der romantischen Klaviermusik allgegenwärtig.

Beim Klavierabend des Musikrings gestaltet Barbara Scherbel zwei Nocturnes von Frédéric Chopin , drei Intermezzi aus op. 117 von Johannes Brahms sowie Ludwig van Beethovens berühmte „Mondscheinsonate“. Desweiteren erklingen „Images II“ des Impressionisten Claude Debussy .

Hier findet sich ebenfalls eine Mondscheinphantasie mit feierlich schreitenden, fernverwandten Dreiklängen, worauf hin sich Goldfische („Poissons d´or“) zeigen, die alle dunklen und hellen Register des gesamten Klangfeldes des Klaviers in Gang setzen. Mit Ravels „Gaspard de la nuit“ setzt die Pianistin einen virtuosen Höhepunkt – daraus kommt „Ondine“ (die Wassernixe)zu Gehör, vom impressionistischen Komponisten Maurice Ravel in ein pures Wesen der wogenden Wellen verwandelt. Das Publikum kann sich auf pianistische Klangmalerei par excellence freuen!