Ein Männerquartett hat bei einem Benefizkonzert in der St.-Nikolaus-Kirche Herz und Seele der Besucher berührt. Mit inspirierenden Liedern sangen und musizierten Waldemar Förtsch, Armin Vetterdietz, Ingo Neubauer und Manfred Fehn für den Frieden in der Ukraine. Schon der Text des Eröffnungsliedes „Die weißen Tauben sind müde“ ging unter die Haut. Die Tauben als Friedenssymbole hätten es immer schwerer, gegen die Falken als Kriegsbefürworter anzukommen, sang einst Hans Harz. Überhaupt rief die Liedauswahl tiefe Gefühle hervor mit dem Erfolgshit „Ein bisschen Frieden“ von Nicole als krönendem Abschluss.

Außergewöhnliche Zeit

Pfarrer Cyriak Chittukalam ging auf die außergewöhnliche Zeit ein. Nachdem das Coronavirus über zwei Jahre hauptsächlich das gesellschaftliche Leben eingeschränkt habe, setze nun ein Krieg Europa und die Welt in Angst und Schrecken. Menschen würden getötet, Familien in die Flucht getrieben. In Windheim hätten vier Männer unter Leitung von Kirchenpfleger Manfred Fehn die Notlage zum Anlass genommen, ein Benefizkonzert für Flüchtlinge zu initiieren, sagte der Geistliche. Dafür gebühre ihnen Respekt und vor allem Dank.

Dem konnte sich Zweite Bürgermeisterin Monika Barnickel von ganzem Herzen anschließen. Auch der leitende Pfarrer für den Seelsorgebereich Frankenwald, Dekan Detlef Pötzl, zeigte sich beeindruckt. Er dankte den Mitwirkenden namens des Dekanats Kronach und des Caritasverbands . Mit dem Konzert setze man ein Zeichen der Solidarität. „Die Menschen in der Ukraine und die vielen Flüchtlinge sollen wissen, dass wir an sie denken und ihnen mit einer kleinen finanziellen Hilfe Freude schenken und zur Hoffnung auf bessere Zeiten motivieren wollen.“

Pastoralreferent Josef Grünbeck setzte Impulse zu den Themen Glaube, Liebe, Hoffnung und Frieden. Gebete sprachen Marietta Ruß, Ulrike Löffler und Stephanie Bauer. Dankesworte richtete ferner Pfarrgemeinderatsvorsitzende Loretta Herrmann an die vier Sänger.

Kirchenpfleger Manfred Fehn informierte, dass das Musik- und Gesangsquartett spontan der Anregung von Pfarrer Cyriak Chittukalam gefolgt sei und das Programm in nur wenigen Tagen einstudiert habe.

Der Aufwand hat sich gelohnt, denn man kann immerhin stattliche 1030 Euro an die Flüchtlingshilfe weitergeben, die Konzertbesucher hatten reichlich gespendet. Dafür dankten die katholische Kirchenstiftung St. Nikolaus Windheim und der Pfarrgemeinderat Windheim- Hirschfeld. eh