Bereits in einer Sitzung Ende September gab es die Anfrage nach Bauplätzen in Neufang. Damals schien niemand bereit, im Kerngebiet zu verkaufen. Daraufhin wurden alle betroffenen 29 Eigentümer angeschrieben, die in diesem Gebiet Grundstücke besitzen. Die Resonanz war folgende: Zwei sind verkaufsbereit, 21 lehnen das ab und sechs haben nicht geantwortet. Nun soll es ein Gespräch mit den bauwilligen jungen Leuten und Verkaufswilligen geben, sobald Corona dies wieder zulässt.

Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, wird über eine Ausweitung des bestehenden Baugebiets nachgedacht. Dies ist jedoch nicht so einfach, da man sich der Initiative "Innen statt Außen" angeschlossen hat. Es gibt dann noch die Möglichkeit, dass die Gemeinde Eigentümern die Grundstücke zu einem Preis unter der Kaufpreissammlung abkauft und nach Erschließung wieder an Bauwillige verkauft mit der Auflage, in einem bestimmten Zeitraum zu bauen. Sollte dies nicht geschehen, geht das Grundstück zurück an die Gemeinde.

Rudi Kotschenreuther ( CSU ) meinte, man solle auf jeden Fall eine Versammlung halten und die jungen Leute einladen und ihnen die Möglichkeiten aufzeigen. Evtl. wäre es auch hilfreich, sechs oder sieben Parzellen zu erschließen, damit dann hier gebaut werden darf. "Wir müssen hier am Ball bleiben und die Jungen im Ort halten", sagte Kotschenreuther. Dieser Meinung war auch der Fraktionsvorsitzende der CSU , Jürgen Eckert, man solle alles dafür tun, damit die Heimatgemeinde Zukunft habe.

Generalsanierung Kulturhalle

Aufgrund des Einsatzes von Landtagsabgeordneten Jürgen Baumgärtner wurde das Projekt wieder in die Nordostbayerninitiative aufgenommen und das heißt, 90 Prozent Förderung. Die Gesamtkosten stehen mit 4 374 000 Euro im Raum, davon wären 3 750 000 Euro förderfähig. Im Rahmen der Projektförderung werden vorläufig 3 375 000 Euro bewilligt. Das Ziel ist nun, das Projekt mit diesem Kostenrahmen durchzuführen. Dazu bedarf es eines Nutzungskonzepts, einer Übersicht der zu erwartenden Einnahmen, des Beschlusses des Marktgemeinderates und der Stellungnahme der Rechtsaufsicht. Bei der Nutzung ist auf jeden Fall klar, dass die Halle für die Vereine und Institutionen der Großgemeinde Steinwiesen gedacht ist. Der Innenabriss bzw. die Entkernung sollen im März beginnen, erste Ausschreibungen folgen im Sommer 2021.

Bürgermeister Gerhard Wunder ( CSU ) bedankte sich besonders bei Jürgen Baumgärtner für die große Unterstützung für die Wiederaufnahme in das Förderprogramm der Nordostbayerninitiative, außerdem bei Frau Maier von der Regierung Oberfranken. Das Ziel, die förderfähigen Kosten nicht zu überschreiten und Einsparungsmöglichkeiten zu suchen, sowie einen Teil der Mehrkosten über andere Finanzierungsprogramme abzudecken, ist nun bekannt. Die beiden Fraktionen waren sich einig, dass man die Sanierung der Kulturhalle auf jeden Fall durchziehen muss, aber dabei auch auf die Kosten geachtet werden soll.

Für Jürgen Eckert ( CSU ) soll die Halle zweckmäßig, praktisch und in einem vernünftigen Kostenrahmen umgebaut werden. Einstimmig beschloss deshalb das Gremium, die Generalsanierung der Kulturhalle durchzuführen, dem Förderbescheid vom 8. Dezember zuzustimmen und die förderfähigen Kosten nach Möglichkeit nicht zu übersteigen.

Sachstand Postgarten

Rainer Kober hat eine Grobplanung über die Gestaltung des Postgartens der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Hier wurden die Vorstellungen und Ideen der Bürger eingearbeitet, die bei der Ideenwerkstatt am 15. Oktober 2020 erarbeitet wurden. Es wurde ein Lärmschutz mit " Schaufenstern ", zwei Eingänge zur Nordhalbener Straße hin und einem zum Wohnprojekt Gerberhaus, eingeplant.

Im Inneren des Gartens ein Spielhügel, Sitzstufen, Kräuterbeete und Stauden , Sandkasten, Fitnessecke, überdachte Pergola und auch ein Platz zum Boulespiel. Außerdem Bänke, eine Hängematte, Bäume und ein geschwungener Weg. Ob und wie dies zu verwirklichen sein wird, muss jedoch noch genau untersucht werden.

Die vorläufigen Gesamtkosten würden sich mit diesem Entwurf auf ungefähr 276 000 Euro belaufen. Die Gemeinde Steinwiesen kann unter gewissen Voraussetzungen, die vertraglich festgesetzt werden, Fördergelder beantragen. Es ist jedoch sicher, dass man finanziell nicht belastet wird und die Kosten ausschließlich vom Initiator Rainer Kober selbst getragen werden.