Im Wallfahrtsort Glosberg wurde ein neuer Verein gegründet. Es handelt sich um den „ Förderverein für Kirchenmusik Mariä Geburt Glosberg “. Zur ersten Vorsitzenden wurde Kirchenpflegerin Martina Stumpf gewählt. Die künstlerische Leitung wurde Roberto Seidel anvertraut.

Zweck des Vereins ist die Förderung der Kirchenmusik in der Wallfahrtskirche für die Liturgie sowie konzertanter kirchenmusikalischer Aufführungen zur kulturellen Bereicherung des öffentlichen Lebens in Glosberg und Umgebung.

Inspiriert wurden die Kirchenmusikliebhaber von Roberto Seidel, der inzwischen einige Konzerte in der Wallfahrtskirche Mariä Geburt Glosberg initiierte. Der Organist, Dirigent und Chorleiter ist gebürtiger Kronacher und in Neuglosberg aufgewachsen und kehrt immer wieder gerne in den Frankenwald zurück. Roberto Seidel absolvierte das Studium der Kirchenmusik am Richard-Strauss-Konservatorium in München und Dirigieren bei Ulrich Weder. Anschließend setzte er sein Studium an der Hochschule Mozarteum in den Fächern Chordirigieren bei Prof . Walter Hagen-Groll und Komposition bei Prof . Gerhard Wimberger fort. Während des Studiums besuchte er die Dirigierkurse bei Sergiu Celibidache . Als musikalischer Assistent war er bei den Bayreuther Festspielen , der Wiener Staatsoper , der Deutschen Oper Berlin und der Bayerischen Staatsoper engagiert. Seit April vergangen Jahres ist er Kirchenmusiker für die katholische Pfarrei St. Sebastian in Gilching.

Was reizt Seidel zur Gründung eines Fördervereins im Wallfahrtsort Glosberg ? Zunächst, so sagt er, „ist Musik die Sprache, die wir alle verstehen!“ Er habe bei seinen Konzerten in der Wallfahrtskirche Mariä Geburt Glosberg aber gespürt, dass die Menschen im Frankenwald neben der Blasmusik auch die geistliche Musik lieben. „Die große Resonanz und auch persönliche Ansprache der Leute machte Mut und Hoffnung, in meiner einstigen Heimatregion das künstlerische musikalische Angebot zu bereichern.“ Als weitere Motive nennt er seine Freude am Gesang und an der Vermittlung der Vokalmusik , die Freude am Orgelspiel im Gottesdienst und bei Konzerten und schließlich die Begegnung mit Menschen, die zusammenkommen, um Gott zu bitten und zu loben. Die „musica sacra“ lasse etwas spüren von der Schönheit Gottes und der Liebe Christi . Daher sei der Gesang für ihn auch Gebet, Lobpreis und Bitte. eh