In der Verbandsversammlung der Feuerwehren des Landkreises Kronach konnten zahlreiche verdiente Aktive ausgezeichnet werden. Die Personalsituation in den Wehren sei durchaus angespannt, aber noch nicht besorgniserregend, hieß es.

Vorsitzender Joachim Ranzenberger konnte nur von wenigen Aktivitäten in den vergangenen zwei Jahren berichten. Corona habe der Verbandsarbeit einen deutlichen Riegel vorgeschoben. So sei auch die 25-Jahr-Feier des Kreisfeuerwehrverbands Kronach ausgefallen.

Dennoch sei es den 100 Wehren gelungen, für die Bürger stets ein verlässlicher Partner bei der Hilfeleistung zu sein, so der Kreisbrandrat . Insgesamt stünden 2945 Männer und Frauen zur Verfügung, wenn der Funkwecker zum Einsatz rufe.

2430 Mal mussten die Feuerwehren Ranzenberger zufolge ausrücken, um Menschen in Not zu helfen. 1135 Mal ging es um technische Hilfeleistungen und 665 Mal galt es, Brände zu bekämpfen. Diverse Sicherheitswachen rundeten das Einsatzspektrum ab. „Sage und schreibe 46.562 Einsatzstunden wurden dabei geleistet, und dies alles im Ehrenamt“, lobte er. Bei all diesen Brandeinsätzen seien die 657 Atemschutzgeräteträger nicht mehr wegzudenken, denn sie arbeiteten unter erschwerten Bedingungen immer an der vordersten Front.

Im Anschluss an den Kassen- und Revisionsbericht konnte Joachim Ranzenberger verdiente Feuerwehrmänner auszeichnen. Das deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber erhielten die Kommandanten Georg Gremer (Haig), Heinrich Roth (Reuth), Mario Backer (Wötzelsdorf), Matthias Kaim (Reitsch), Werner Murrmann (Eichenbühl) und Jörg Söllner (Ludwigsstadt) sowie die Kreisbrandmeister Klaus Dressel (Brauersdorf), Roland Schedel (Neuses) und Dirk Raupach (Burggrub).

Das deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Gold wurde den Kreisbrandmeistern Harald Meyer (Ludwigsstadt) und Matthias Weber (Mitwitz) für ihre Verdienste im Bereich des Feuerwehrwesens zuteil.

Das silberne Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbands Bayern überreichte Ranzenberger an die Kommandanten Michael Graf (Mödlitz), Christian Wick (Tettau) und an Wolfgang Förtsch (Brauersdorf). Kreisbrandinspektor Ralf Weidenhammer bekam für seine langjährige Arbeit und aktuell zusätzlich als Leiter des Ausbildungs- und Atemschutzzentrums das goldene Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbands. MdL Jürgen Baumgärtner durfte sich über die silberne Ehrennadel des Verbands freuen.

Jürgen Baumgärtner , Landrat Klaus Löffler und Rudi Jaros von der Gemeinde Stockheim dankten den Wehren für das unermüdliche Arbeiten und Wirken. Sie seien Garant dafür, dass die Bevölkerung sicher leben und jederzeit auf Hilfe in Notlagen hoffen könne. Müsste man die Einsatz- oder Übungsstunden in Geld ausgleichen, wäre das für keine Kommune zu schultern, hieß es. Das Bereitstellen von Gerätschaften für die Wehren ist relativ einfach, aber die Mannschaft zu motivieren einzig das Verdienst der Feuerwehrfamilie. red