Die jüngste Berichterstattung im Fränkischen Tag führte zu zwei Stellungnahmen von Funktionären der Grünen. Joshua Pyka äußerte sich zu seiner persönlichen Sicht auf die Verkehrsproblematik in der Kreisstadt.

„Es geht beim Thema Verkehrsberuhigung nicht um eine komplett autofreie Stadt“, betont er. Dies sei im ländlichen Kronach , trotz des vermeintlich guten und neuen Nahverkehrskonzepts, nicht umsetzbar und schlicht eine Utopie.

„Es besteht jedoch die Möglichkeit, eine attraktive Innenstadt am Marienplatz zu schaffen.“ Dies sei momentan keineswegs gegeben. „Es ist ein trister, grauer Anblick.“ Der laute Durchgangsverkehr verbessere das Ambiente keineswegs. Deshalb müsse dieses Areal autofrei werden. Pyka spricht davon, Grünflächen und Wasserspiele zu integrieren. Des Weiteren könnten die Gastronomiebereiche ausgeweitet werden. „Habe ich ein paar ruhige Cafés und Grünflächen in der Nähe, so überlege ich mir, ob ich nicht ein wenig in meiner Stadt bummeln gehe und meine Besorgungen erledige.“

Für den Heimweg schlägt er vor: „Entweder nutze ich den ÖPNV oder ich parke auf dem Kaulanger, an der Europabrücke oder im Parkhaus. Ob hierfür ein Parkdeck am Krahenberg oder am Landratsamt nötig ist, gilt es erst noch zu analysieren“. Falls ein solches benötigt werde, solle man noch die Option in der Rosenau (Europabrücke) betrachten. Über Parkplätze in direkter Innenstadtnähe für Menschen mit Gehbehinderung könne natürlich gesondert debattiert werden. Und auch für den Lieferverkehr und die Anwohner müssten andere Regelungen getroffen werden.

Fast-Food-Restaurant

„Man denkt ja gerade, die Welt ginge unter, wenn Kronach als Kreisstadt und zukünftige Studentenstadt keine Fast-Food-Kette hat“, geht Franz Köstner auf die mögliche Ansiedlung einer Burger-King-Filiale ein. Er kenne keinen Grund, der für ein solches Restaurant in der Industriestraße spreche.

„Jede Geschäftsansiedlung mit innerstädtischem Sortiment am Stadtrand schwächt die Innenstadt in ihrer Entwicklung“, führt er aus. In der Stadt gebe es jetzt schon Gastronomie mit ähnlichen Produkten. „Und wenn die Studenten diese Art des Essens wirklich vermehrt fordern sollten, sind unsere heimischen Geschäftsleute sicher so clever, diese Nachfrage erfüllen zu können.“

Vom Qualitätsanspruch der „ Genussregion Oberfranken “ und dem Zusammenhang mit Fast Food wolle er erst gar nicht sprechen. Weggeworfener Verpackungsmüll sei ein weiterer Grund, gegen solche Angebote zu sein. „Solchen Ketten ist die Stadtentwicklung wurst“, meint Köstner. Als Alternative schlägt er eine Kooperation von Gastronomen , Bauern und Metzgern, Bäckern, Gemüsehändlern, Selbstvermarktern und Imbissbetreibern vor, die dann ihre Spezialitäten auf dem Campus anbieten dürfen. „Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich auf eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung setzen, die den Zusammenhalt stärkt.“ red