Geschäftsführer Christian Cartus, der Erste Vorsitzende des Vereins, Florian Kleine-Herzbruch, sowie Betriebsratsvorsitzende Daniela Ludwig dankten im Gasthof Wasserschloss in Mitwitz allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz bei der täglichen Arbeit. Gleichzeitig würdigten sie die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Personal, Geschäftsführung und Verein.
„Im ablaufenden Jahr gab es – trotz aller Herausforderungen – wieder viele tolle Momente“, konstatierte Florian Kleine-Herzbruch, als er für ihn besondere Ereignisse rund um die Lebenshilfe Kronach Revue passieren ließ. Beim großen Benefiz-Konzert im Landesgartenschau-Park setzten zahlreiche Besucher ein Zeichen für Inklusion, Freiheit und Demokratie. Das Konzert war zugleich Generalprobe für „Festung rockt“, wo die „Horst Frenzel Bänd“ ihr bisher größtes Konzert spielte und gleich für 2026 wieder angeheuert wurde.
Auch bei einer Spende von 10.000 Euro von „1000 Herzen für Kronach “ an die Lebenshilfe sorgte die Band für die Umrahmung. Zudem gab es etliche weitere Events – wie die Namensgebung des neuen Wohnheims in Wolfgang Eckert-Hetzel-Haus, das Sommerfest der Schule und Wohnheime, das von der Petra-Döring-Schule ausgetragene Mannschaftssportfest aller oberfränkischen Förderschulen, die Auftritte der „ Kids vom Ring“ – anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens – beim gemeinsamen Pausenhofkonzert mit Bands der Schulen am Schulzentrum sowie bei der Kinder-Uni. Zum Aushängeschild entwickelte sich auch die Prinzengarde der Lebenshilfe , die enormen Zulauf erfährt.
Personell gab es einige Veränderungen, darunter auch Leitungswechsel in verschiedenen Fachbereichen. Auch Abschiednehmen war angesagt, traten doch langjährige Mitarbeiterinnen nach teilweise jahrzehntelangem Einsatz für die Lebenshilfe in den Ruhestand. Wechsel gab es auch im Vorstand, nachdem die Schriftführerin Tanja Flake-Wolf und die langjährige Beisitzerin Katja Ruß aus persönlichen Gründen ihr Amt abgaben. Mit Gerlinde Klein (Schriftführerin) und Sigrid Böhnlein (Beisitzerin) konnte man engagierte Nachfolgerinnen gewinnen.
Scharf prangerte er die vom Bundeskanzler geplanten Kürzungen bei der Eingliederungshilfe an, nachdem – laut Ansicht von Friedrich Merz – steigende Kosten von bis zu zehn Prozent in diesem Bereich nicht mehr akzeptabel seien. „Es kann nicht sein, dass der Rotstift ausgerechnet bei jener gesellschaftlichen Gruppe angesetzt wird, die ohnehin von politischen Entscheidungsträgern übergangen wird. Das ist ein absolutes No-Go“, sagte er. Teilhabe sei Menschenrecht und dürfe keinesfalls zu Luxus für gute Zeiten verkommen. Glücklicherweise hätten sich sowohl der Landes- als auch der Bundesverband des Themas angenommen. Dank gebühre auch der Kommunalpolitik, die der Lebenshilfe in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten nach Kräften zur Seite stehe.
Ihnen und der ganzen Lebenshilfe-Familie, die ihn in seiner Arbeit unterstützten, galt sein großer Dank – insbesondere dem Geschäftsführer Christian Cartus für seinen herausragenden Einsatz.
„Gemeinsam arbeiten wir tagtäglich, jeder an seinem Platz, an unserem gemeinsamen Ziel“, zeigte sich auch Christian Cartus allen Beschäftigten gegenüber sehr dankbar. Zuversicht, bekundete er, bedeute nicht, blauäugig auf bessere Zeiten zu warten, sondern sei eine aktive Haltung, gespeist aus der Bereitschaft, die Zukunft selbst gestalten zu wollen. Wenn man einen solchen Perspektivwechsel einnehme, dann verändere sich etwas grundlegend. „Die Situation bleibt vielleicht dieselbe, aber unsere Haltung ist eine andere“, appellierte er. Wir entdeckten Ressourcen, die wir vorher übersehen hätten, und wir erinnerten uns an unsere Stärke, die uns schon durch frühere schwere Zeiten getragen hätten – und dies alles in der Gewissheit, nicht allein zu sein, sondern gemeinsam im Team Orientierung und Mut zurückzuerhalten. Der Berg werde dadurch nicht kleiner; aber man selbst werde größer. Diese Einstellung habe man im vergangenen Jahr gemeinsam an den Tag gelegt und so werde man auch in die Zukunft gehen.