Am Samstag beginnt die Ausstellung „Die Bambergers – eine jüdische Familie aus Kronach “ in der Kronacher Synagoge . Dabei handelt es sich um einen weiteren Programmpunkt der lokalen Veranstaltungsreihe zum bundesweiten Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, in Kooperation der vhs Kreis Kronach und des Aktionskreises Kronacher Synagoge .

Die Ausstellung beleuchtet exemplarisch anhand der Geschichte der Familie Bamberger die deutsch-jüdische Geschichte in der Zeit zwischen deutscher Reichsgründung 1871 und Drittem Reich bzw. den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Diese weitverzweigte Familie, deren Kern die neun zwischen 1870 und 1886 geborenen Geschwister bilden, ist in vielerlei Hinsicht repräsentativ für die Geschichte der deutschen Juden in dieser Zeit. Die auf Schautafeln festgehaltenen Biografien der Familienmitglieder berichten dabei ebenso von erfolgreicher Emanzipation und beruflichem Aufstieg wie auch von gelungener oder gescheiterter Auswanderung in Zeiten des Nationalsozialismus.

Grundlage für das Ausstellungsprojekt bilden etwa 200 Dokumente, Fotos und Briefe, die der Aktionskreis Kronacher Synagoge von Nachkommen der Familie Bamberger aus der Schweiz und den USA erhalten hat. Diese Zeitdokumente stellen einen so umfassenden Fund dar, wie er für eine jüdische Familie aus Deutschland einzigartig ist.

Die Ausstellung war 2015 schon einmal in der Kronacher Synagoge zu sehen, wo sie auf überwältigenden Anklang stieß. Sie avancierte damals zu einer Art Familienzusammenführung der weitverbreiteten Nachkommen der Kronacher Bambergers, die den Nazi-Terror überlebt hatten. Über 20 Nachkommen der Familie waren hierzu aus Israel, den USA und der Schweiz angereist.

Die Ausstellung wird am Samstag, 4. September, um 11 Uhr eröffnet. Da die Platzanzahl aufgrund der Corona-Pandemie begrenzt ist, ist eine umgehende Anmeldung bei der VHS (siehe nebenstehenden Kasten) erforderlich. hs