Viele Bewohner des Pressiger Ortsteils Marienroth finden die Verkehrssituation entlang der Ortsdurchfahrt schlichtweg beängstigend. Sie haben die große Befürchtung, dass es auf der Kreisstraße KC 17 zu Verkehrsunfällen kommen wird.

Hauptsächliche Gründe für die Sorge sind ein verstärktes Verkehrsaufkommen und das zu schnelle Fahren. An die Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Stundenkilometern hält sich kaum jemand, außerdem fehlt ein durchgängiger Gehweg für Fußgänger .

Hinzu kommt, dass zurzeit der Hauptverkehr, der sonst auf der Bundesstraße 85 durch Förtschendorf fährt, durch die Sperrung wegen der Bauarbeiten nun auch noch über Marienroth ausweicht. Das noch dazu in der Erntezeit, in der landwirtschaftliche Fahrzeuge verstärkt unterwegs sind; auch der eine oder andere Holztransporter gesellt sich hinzu.

Vor einigen Tagen hatte Ralf Schmidt in einer Gemeinderatssitzung auf die schwierige Situation aufmerksam gemacht.

Erneuter Ortstermin

Zu einem Ortstermin in Marienroth war neben mehreren Anwohnern auch Gemeinderat Dietmar Kirchner gekommen. Mit dabei Karl Beetz, der schon 2015 eine Initiative samt Unterschriftenaktion für eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer organisiert hatte. Laut Dietmar Kirchner nahmen damals circa 90 Prozent der Dorfgemeinschaft daran teil.

Nach mehreren Gesprächen mit Vertretern von Polizei und Landratsamt wurde nach einiger Zeit auch für eine etwa 100 Meter lange Strecke eine Tempo-30-Beschränkung eingeführt.

Bürgermeister Stefan Heinlein nahm sich nun erneut der Sache an und hörte sich die Beschwerden beziehungsweise Argumente der Anwohner an. „ Verkehrsschilder allein werden es nicht tun, solange sich die Autofahrer nicht danach halten“, war seine Meinung.

Er will sich um eine Lösung kümmern, Nach erneuter Rücksprache mit der Polizei will er vor Ort nochmals die Lage begutachten und besprechen, was man zur Verbesserung der Situation tun kann. Dies soll laut Bürgermeister noch im August geschehen.