Für die rund 80 Dachdecker aus dem Landkreis Kronach gilt eine neue tarifliche Lohnuntergrenze. Gelernte Kräfte haben seit 1. Januar Anspruch auf einen Mindestverdienst von 14,10 Euro pro Stunde - 3,7 Prozent mehr als bisher. Das teilt die IG BAU Oberfranken mit - und ruft Beschäftigte in der Region zum Lohn-Check auf. "Auf der aktuellen Lohnabrechnung muss das Plus auftauchen. Wer leer ausgeht, sollte sich an die Gewerkschaft wenden", so Bezirksvorsitzender Gerald Nicklas.

Die IG Bau appelliert an Fachkräfte , auf dem deutlich höheren Tariflohn zu bestehen. Dieser liegt bei 19,12 Euro pro Stunde. "Trotz Pandemie laufen die Arbeiten im Dachdeckerhandwerk auf Hochtouren. Hier sollte sich niemand unter Wert verkaufen", sagt Nicklas. Anspruch auf die tarifliche Bezahlung haben Gewerkschaftsmitglieder, deren Firma Mitglied in der Dachdeckerinnung ist. Auch die Vergütungen für Azubis sind zum Januar gestiegen. Sie kommen auf 780 Euro im ersten, 940 Euro im zweiten und 1200 Euro im dritten Ausbildungsjahr. red