Zwecks Verlegung der Bushaltestelle in Wickendorf hatte bereits eine Begehung der Stadträte stattgefunden. Als neuer Standort, ebenfalls am Dorfteich, war zunächst der Bereich beim Abzweig der Förtschendorfer Straße in die Dorfstraße angedacht. „Ich habe aber Bedenken, dass eventuell ein Fahrer im Winter sein Fahrzeug nicht zum Stehen bringt und geradewegs in die Bushaltestelle hineinrauscht“, befürchtete Bürgermeister Frank Jakob (FW), der diesbezüglich mit der Polizei und dem Landratsamt Rücksprache gehalten hatte. Dabei war man zu dem Entschluss gekommen, die neue Bushaltestelle einige Meter weiter um die Kurve zu verlagern, wofür auch das Grundstück am Teich angepasst werden muss. Als nächste Schritte wird man die Höhe der Kosten sowie Fördermittel in Erfahrung bringen, bevor es dann an die Umsetzung gehen soll.

Der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße (GVS) von Wickendorf bis zum Kreisverkehr Teuschnitz ist fertiggestellt und befahrbar. Die offizielle Freigabe findet am kommenden Freitag im kleinen Rahmen statt. „Die endgültige Beschilderung konnte noch nicht erfolgen, ist aber in Auftrag gegeben“, informierte Jakob. Derzeit ist eine provisorische Beschilderung mit den wichtigsten Schildern angebracht. Auch die Bepflanzung steht noch aus.

Sicherheit am Teuschnitzer Spielplatz

Für den Bereich beim Übergang Teuschnitzer Spielplatz zum Jugendtreff lag ein Antrag von Eltern vor, die Sportplatzstraße in einen verkehrsberuhigten Bereich umzuwandeln, um damit Gefahrensituationen zu entschärfen. Nach Auskunft der Polizei-Inspektion Ludwigsstadt reiche hierfür eine reine Ausweisung nicht aus, sagte der Bürgermeister . Vielmehr müssten für Autofahrer erkennbare Hindernisse beziehungsweise Blockaden aufgestellt werden, die der Reduzierung der Geschwindigkeit dienen.

Hedwig Schnappauf (FL) konnte sich mit dieser Idee aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens anfreunden.

Lukas Neubauer (CSU/FWG) schlug die Errichtung eines Zebrastreifens vor. Laut dem Bürgermeister befürwortet dies die Polizei jedoch nicht, da ein Zebrastreifen den Kindern eine falsche Sicherheit vermittle.

Die Mitglieder des Ausschusses beziehungsweise Stadtrates sollen sich nun Gedanken zur Thematik machen. Die endgültige Entscheidung fällt im Stadtrat .

Stefan Srocka (FW) erkundigte sich nach dem Ergebnis des Wasserqualität-Gutachtens des Spielplatzteiches.

„Die Qualität ist astrein. Es besteht keinerlei Gefahr“, bestätigte Jakob. Die starke Algenbildung resultiere aus einem zu nährstoffreichen Wasser. Begünstigt werde die Algenbildung durch die hohe Sonneneinstrahlung im Bereich Spielplatz. Entgegenwirken wolle man der Algenbildung durch einen möglichst hohen Sauerstoffeintrag. Eine weitere Möglichkeit wäre, den Teich komplett abzulassen und auszukratzen. Dabei würde man aber auch viel vom Untergrund mit herauskratzen. Von Präparaten auf chemischer Basis sehe man indes ab. „Das kann nicht unser Ziel bei einem Kinderspielplatz sein“, betonte der Bürgermeister . Dankenswerterweise werde die Feuerwehr Teuschnitz den Versuch unternehmen, die Algen im Rahmen einer Übung durch Ölsperren abzuziehen.

Alternative Bestattungsmöglichkeiten

Die letzte Station der Begehung war der aktuell einem Fleckenteppich gleichende Teuschnitzer Friedhof. Hier werden bereits unterschiedliche alternative Bestattungsmöglichkeiten angeboten. Wie die für die Friedhofsverwaltung zuständige Mitarbeiterin Elke Jungkunz erläuterte, gehe die Tendenz klar weg von Erd- hin zu Urnenbestattungen – etwa im Verhältnis von 20 zu 80 Prozent. Zudem steige auch die Anzahl derer, die ihre Grabstätten vorzeitig auflösen möchten. Dem werde man nicht im Wege stehen. Aufgrund der hohen Nachfrage versuche man, neue zusammenhängende Bereiche für klassische, also nicht anonyme Urnengräber zu schaffen. Hierfür schaue man, in welchen Bereichen aktuell Leerstellen vorhanden sind beziehungsweise wo diese in Zukunft tendenziell mehr werden. Solche zusammenhängenden freiwerdenden Flächen sollen dann nicht mehr für Erdbestattungen vergeben werden.

„Das ist nicht die angenehmste Aufgabe. Aber wir müssen da ran, um Struktur hineinzubekommen“, appellierte der Bürgermeister . Auch über weitere alternative Bestattungsformen wie Urnenstelen oder eine Urnenwand gelte es nachzudenken.