Die Kulturhalle in Kehlbach wird umbenannt. Nach einem Beschluss des Gemeinderats wird sie künftig den Namen Schorsch-Neubauer-Halle tragen.

Georg Neubauer war nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft mit der Bildung des Gemeinderats beauftragt worden. Von 1952 bis Ende 1973 bestimmte er als Bürgermeister maßgeblich die Entwicklung seines Heimatorts mit.

„Er zählte zu den Initiatoren des politischen Zusammenschlusses mit Steinbach am Wald und war somit einer der Gründungsväter der neuen Großgemeinde“, würdigte Bürgermeister Thomas Löffler (CSU). Auch nach der Eingemeindung habe er als CSU-Gemeinderat und Dritter Bürgermeister großen Einfluss auf die weitere Entwicklung seiner Heimat genommen.

„Ein besonderes Anliegen war ihm der Bau der Kulturhalle, an dem er maßgeblich beteiligt war“, stellte Löffler heraus. Ebenso großes Engagement habe Neubauer im Vereinsleben gezeigt. „Ältere Bürger erinnern sich noch, dass ihr Bürgermeister, der zugleich Gemeindediener war, wiederholt die Steigeisen anzog und an den hölzernen Lichtmasten hinaufkletterte, um defekte Straßenlampen zu reparieren.“

Die Gemeinde würdigte ihn mit der Auszeichnung Altbürgermeister und der Verleihung der goldenen Ehrenmedaille. Der Träger des Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland verstarb am 29. Juni 2009.

Aufgrund seines Lebenswerks hatte nunmehr die Kehlbacher Bevölkerung den Wunsch an die Verwaltung herangetragen, die Kulturhalle nach ihm umzubenennen.

Wie Werner Vetter seitens der Zuhörerschaft ausführte, sei Neubauer allgemein als Schorsch bekannt gewesen und habe sogar auf manchen Schriftstücken so unterschrieben. Daher regte er an, bei der Namensgebung lieber Schorsch anstatt Georg zu berücksichtigen. Am Ende entschied sich das Gremium einstimmig für den Namen Schorsch-Neubauer-Halle. Ein entsprechender Schriftzug, über dessen genaue Gestaltung noch beraten wird, wird am Gebäude angebracht.

Steinbach am Wald ist eine von derzeit sechs Modellkommunen im Landkreis, die durch das Projekt Kommunalentwicklung Unterstützung auf ihrem Weg zu einer attraktiven und vitalen Gemeinde erhalten. In der Sitzung stellte das Team von „Kronach Creativ“ die Ziele vor, informierte über das Thema attraktives Wohnen und gab einen Kurzbericht aus dem Arbeitskreis Generationen.

Videoclips aus der Heimat

Als nächste Aktion ist am 11. September eine Generationen-Wanderung geplant. Sehr bringen sich auch die Jugendbeauftragten Lea Löffler und Jonas Fischer mit ein. Lea Löffler berichtete über ein derzeit an verschiedenen Plätzen in der Gemeinde entstehendes Videoprojekt. Mit zehn Videoclips, die im Herbst veröffentlicht werden sollen, möchte man die Schönheit der Heimat aufzeigen. In Planung sei ferner ein Projekt mit Bürgern, die Grenzgeschichten erzählen.