Im Raum Kronach verringerte sich die Arbeitslosenzahl seit Ende Juni um 48 Personen (- 3,8 Prozent). Das ist agenturbezirksweit der größte Rückgang. Aktuell sind 1230 Menschen auf Jobsuche . Seit dem vergangenen Jahr hat die Arbeitslosigkeit um 318 bzw. 20,5 Prozent abgenommen.

Saisonaler Effekt

Im Juli kommt es regelmäßig zu vermehrten Arbeitslosmeldungen von jungen Menschen, die nach Abschluss der Berufsausbildung nicht übernommen werden oder Abgänger von allgemein- und berufsbildenden Schulen sind. Die Jugendarbeitslosigkeit der unter 25- Jährigen erhöhte sich in den vergangenen vier Wochen daher um 20 oder 15,3 Prozent auf 151. Sie ist jedoch um 21,8 Prozent bzw. 42 Jugendliche niedriger als vor einem Jahr.

In den vergangenen vier Wochen fanden 36 Prozent mehr Menschen eine neue Beschäftigung als vor einem Jahr. Bei den Entlassungen lag die Zahl leicht unter dem Niveau von Juli 2020 (-2 Personen). Die Arbeitslosenquote nahm im Landkreis Kronach im Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent ab (Vorjahr 4,0 Prozent). Sie unterschreitet seit der Pandemie erstmals wieder das Vorkrisenniveau von Juli 2019. Damals betrug sie 3,4 Prozent und es gab 1 310 Arbeitslose .

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit setzte sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg trotz des saisonalen Effekts in diesem Jahr dennoch im Juli leicht fort. Die Arbeitslosenzahl reduzierte sich in den vergangenen Wochen um 193 Personen (-1,6 Prozent). Ende des Monats waren 11 582 Menschen ohne Arbeit. Das sind 1760 bzw. 13,2 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Im Vergleich zu Juli 2019 ist die Arbeitslosigkeit noch um 17,3 Prozent oder 1709 Personen (Juni Wert: +24,6 Prozent, +2328 Personen) größer als vor der Krise. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich im Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent. Der Vorjahreswert lag bei 3,8 Prozent (2,8 Prozent Juli 2019).

Einschätzung zur aktuellen Lage

Boris Flemming, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, gibt eine Einschätzung zur aktuellen Lage: „Seit Monaten ist der Fachkräftebedarf wieder stabil auf Vorkrisenniveau. Viele Jugendliche wurden daher direkt nach ihrer Ausbildung übernommen. Zeitverträge wurden verlängert oder sogar entfristet. Wiedereinstellungen in der Gastronomie und im Tourismus sind noch im vollen Gange. Es bieten sich auch zunehmend Chancen für Helfer. Jedoch halten sich hier Beschäftigungsaufnahmen und Entlassungen die Waage, da sich ihnen, anders als für Fachkräfte , oftmals keine dauerhafte Beschäftigungsperspektive bietet. Neben den positiven Aussichten gibt es jedoch auch Risiken. Die Kurzarbeit ist noch weit über dem Niveau von vor der Krise, sich zuspitzende Lieferengpässe könnten den Aufschwung abbremsen sowie eine mögliche vierte Corona-Welle mit erneuten wirtschaftlichen Restriktionen im Herbst.“ red