Bei der Fahrzeug- und Gebäudeeinweihung der Feuerwehr Stockheim sprach Bürgermeister Rainer Detsch von einem „ganz großen Tag für die kommunalen Familien im Haßlachtal und für die sieben Feuerwehren in der Bergwerksgemeinde“. Durch die Anschaffung eines landkreisweit einzigartigen Rüstwagens (RW) und durch den Umbau einer ehemaligen Industriehalle zu Schulungsräumen, Werkstatt für Atemschutzgerätewartung und Lagerflächen seien für die Stützpunktfeuerwehr Stockheim hervorragende Bedingungen entstanden, um den Ansprüchen an eine effizient und flexibel einsatzfähige Wehr zu genügen.

„Mit dem neuen RW beginnt für die Feuerwehr Stockheim eine neue Ära“, betonte Kommandant Christian Rebhan. Es handelt sich nämlich nicht um ein normales Löschfahrzeug mit Wasser, sondern es besteht aus über 100 Teilen für die technische Hilfeleistung bei Unfällen mit Bussen oder Lkws.

Bürgermeister Detsch geizte nicht mit Lobesworten. Die Feuerwehr habe das Nutzungskonzept in Eigenregie erarbeitet und dafür zahllose freiwillige Arbeitsstunden geleistet. Für den Umbau des bestehenden Gerätehauses als Fahrzeughalle habe man nochmals viel Zeit und Arbeit für Logistik, Planung und Umsetzung aufgewendet. Ein beispielhaftes bürgerschaftliches, ehrenamtliches Engagement, lobte der Rathauschef unter dem Beifall der zahlreichen Festbesucher.

„Gut angelegtes Geld“

Für den Rüstwagen wurden laut Detsch alleine 500.000 Euro fällig, an denen sich auch der Landkreis und die Regierung von Oberfranken zu je einem Drittel beteiligten. Weitere rund 700.000 Euro wurden in verschiedene Baumaßnahmen in den vergangenen zwei Jahren investiert, so für den Kauf der neuen Halle 200.000 und deren Umbau und Ausbau 275.000 Euro. Weitere Gerätschaften wurden angeschafft und nicht zuletzt die Außenanlagen mit befestigten Parkplätzen versehen für rund 150.000 Euro. Dies sei gut angelegtes Geld, meinte der Rathauschef.

Den Dankesworten schloss sich Landrat Klaus Löffler an und freute sich, dass für eine funktionierende Mannschaft auch gute Rahmenbedingungen geschaffen werden. KBR Ranzenberger sprach Glückwünsche zu den gelungenen Anschaffungen und Baumaßnahmen aus, die den Schutz der Bevölkerung verbessern.

Der Feier gingen eine stattliche Kirchenparade und ein Festgottesdienst voran. Festprediger Pfarrer Hans Michael Dinkel stellte in seiner Ansprache einen Vergleich zwischen Christen und Feuerwehrleuten an und stellte viele Gemeinsamkeiten fest. Ein Christ ist immer im Dienst, ebenso wie Feuerwehrleute ständig ihre Bereitschaft in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Er machte den Feuerwehrleuten Mut für ihre Einsätze. Anderen zu helfen sei eben auch eine christliche Aufgabe und Verantwortung.

Tag der offenen Tür

Die Kirchenparade und der Festgottesdienst wurden von der Bergmannskapelle Stockheim unter Leitung von Michael Botlik umrahmt. Am Nachmittag folgte ein Tag der offenen Tür, bei dem vor allem die Kinder großen Spaß hatten. Die Kinderfeuerwehr machte Werbung fürs Mitmachen, vor allem am neuen Rüstwagen, der mit seinen vielen technischen Raffinessen die Besucher faszinierte. eh