Zum Rechtsstreit über das Wasserrecht in Nordhalben :

Pandemien , Klimawandel , Waldsterben , Vernichtung der Artenvielfalt , Starkregen und lang anhaltende Trockenperioden geben sich die Klinke in die Hand und zeigen die Grenzen unserer z. T. egoistischen Ellbogengesellschaft auf.

Ist es nicht spätestens jetzt an der Zeit, alle zur Verfügung stehenden Ressourcen zu nutzen, oder wollen wir noch warten, bis ein möglicher Lockdown bei der Trinkwasserversorgung uns aus dem Schlaf reißt? Umfangreiche und lang andauernde Reparaturarbeiten an der Ködeltalsperre sind vielleicht ein Wink mit dem Zaunpfahl, sich um ein zweites Standbein zu kümmern.

Nordhalben war nicht untätig und ertüchtigte mit Hilfe von vielen ehrenamtlichen Helfern die eigenen Quellen. Im wasserreichen Krötenseewald wäre durch eine Tiefbohrung sogar die Erschließung eines großen regionalen Wasservorkommens möglich, das nicht nur Nordhalben mit Trinkwasser versorgen könnte. Das Gesundheitsamt bestätigte die gute und im Gegensatz zur Fernwasserversorgung chlorfreie Wasserqualität .

Leider wurde die Rechnung ohne den Wirt gemacht, da angeblich das Wasserrecht wegen Formfehlern erloschen ist. Die Gemeinde habe es angeblich versäumt, das Wasserrecht 1960 (Inbetriebnahme der Talsperre 1972) verlängern zu lassen. Da aber die Gemeinde bis 2007 dann sozusagen "rechtswidrig" aus den eigenen Quellen Trinkwasser bezog, versäumte es die untere Wasserbehörde, die Gemeinde darauf hinzuweisen.

Dies ist in Nordhalben mit kontroversen Meinungen längst zu einem Politikum geworden, das Fragen bzw. Spekulationen nach sich zieht. Wurde aus politischen Gründen bei der Behörde interveniert bzw. Motivationen geweckt, zum Nachteil für die Versorgung nachfolgender Generationen? Alles in allem bestätigt sich wieder einmal ein Zitat von Albert Einstein : "Die Dummheit der Menschen und das Universum sind grenzenlos, nur beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher."

Hans und Maria Scherbel

Nordhalben