Auf den Höhen des Frankenwaldes, im kleinen Dorf Geuser , einem Ortsteil der Stadt Wallenfels , gibt es eine gut funktionierende Feuerwehrmannschaft. Seit 42 Jahren stand ein Mann an der Spitze der Wehr und gab den Ton an. Nun legte Hans Ott sein Amt in jüngere Hände. Einstimmig und in geheimer Wahl unter der Leitung von Bürgermeister Jens Korn war die vollzählig versammelte Aktivenmannschaft dafür, Tobias Wolf zum Ersten Kommandanten und André Schuberth zu seinem Stellvertreter zu ernennen. Tobias Wolf bringt eine gute Qualifikation mit, denn er war bereits bisher Stellvertreter.

Der scheidende Kommandant Hans Ott blickte mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf seine lange Amtszeit zurück. 1972 kam er zur Feuerwehr, wurde „irgendwann“ Zweiter Kommandant und dann Erster Kommandant. Und dieses Amt bekleidete er nun 42 Jahre. „Ich hab diesen Job nicht mehr losgebracht“, lacht er und dankte seiner Mannschaft, die ihm immer die Stange gehalten habe. Schöne Zeiten in einer Gemeinschaft und ein gutes Verhältnis zur Stadt Wallenfels , das war für ihn sehr wichtig. Als letzte Amtshandlung nahm Hans Ott noch einen Neuzugang in die aktive Wehr auf. Mit Udo Barnickel sind nun drei Feuerwehrleute aus dem nahegelegenen Dörnach in der Feuerwehr Geuser integriert.

Als sozusagen erste Amtshandlung ernannte Tobias Wolf den verdienten langjährigen Motor der Wehr, Hans Ott, zum Ehrenkommandanten der Feuerwehr Geuser . Mit einer Urkunde und einem Geschenk, die er überreichte, hoffte er, dass Ott die Wehr auch in Zukunft tatkräftig mitunterstützen werde. Auch für Bürgermeister Jens Korn war es eine Ehre, dem neuen Ehrenkommandanten zu gratulieren. „Wenn jemand es verdient hat, dann du“, bekräftigte Korn und überreichte einen Korb „mit Leckereien aus Wallenfels“ und einen Blumenstrauß zum Dank an die Ehefrau. Der Bürgermeister hob die Zuverlässigkeit und das hohe Pflichtbewusstsein hervor. Hans Ott sei stets ein wichtiger Ansprechpartner auch bei allen Bürgermeistervorgängern gewesen. Die Stadt Wallenfels stehe komplett hinter dem Konzept und dem Prinzip der Ortsteilwehren, und seien sie auch noch so klein. „Jede hat ihre Existenzberechtigung, weil ihr euch auskennt“, sagte Korn.

Für Kreisbrandinspektor Frank Fischer , der zusammen mit Kreisbrandmeister des Unterkreises II, Jörg Greser, bei der Dienstversammlung anwesend war, war es eine Ehre, den verdienten Kommandanten mit zu verabschieden. 42 Jahre lang den Brandschutz sichergestellt, alles zusammengehalten und das „irgendwie nebenbei“, denn Ott arbeitete ja auswärts. Für die Zukunft wünschte sich Fischer, dass man die Mannschaft noch ein wenig aufstocken und eventuell auch Frauen mit einbinden könne.

Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wallenfels, Ronny Reuther, bekräftigte, dass die Feuerwehr der Stadt Wallenfels mit den kleinen Ortsteil-Feuerwehren gut zusammenarbeitet. „Ihr seid wichtig im Dorf, nehmt einen großen Stellenwert ein“, betonte Reuther. Er gab gleich bekannt, dass im neuen Feuerwehrhaus, das gerade entsteht, die Schlauchpflege auch für die Ortsteilwehren gewährleistet ist. Ebenso werde es einheitliche Schutzkleidung für alle Wehren geben. Als Feuerwehrreferent im Stadtrat sagte Bernd Stöcker ebenfalls seine Unterstützung zu. sd