Die Koinor-Horst-Müller-Stiftung bedenkt das Diakonische Werk der Evang.-Luth. Dekanatsbezirke Kronach-Ludwigsstadt/Michelau e.V. mit über 14 400 Euro. Die Spende kommt der Diakoniestation Küps sowie der Suppenküche und dem Gebrauchtwarenmarkt in Kronach zugute.

Der nagelneue Citroën , der in der Lessingstraße in Küps für seine erste Dienstfahrt bereit steht, ist etwas ganz Besonderes - er bringt Menschen, die helfen wollen, zu Menschen, die diese Hilfe benötigen. Der handliche weiße Flitzer wurde im Rahmen eines kurzen Festakts vom Stiftungsrats-Vorsitzenden Michael Schulz der Koinor-Horst-Müller-Stiftung der Diakoniestation Küps übergeben.

Die Stiftung übernahm die kompletten Anschaffungskosten von 10 176 Euro. Ebenfalls bedacht wurde der Gebrauchtwarenmarkt Kronach mit 649 Euro für eine Beschäftigungsmaßnahme von Langzeitarbeitslosen sowie die Suppenküche Kronach mit 3607,94 Euro für verschiedene Anschaffungen, die in Corona-Zeiten notwendig wurden.

"Das Wort Diakonie kommt aus dem Griechischen und bedeutet Dienst am Nächsten", erklärte Dekan Markus Müller vom Dekanat Kronach-Ludwigsstadt, der - auch in seinen Ämtern als Ortspfarrer von Küps sowie Mitpfarrer in Kronach - für die großzügige Spende dankte. Trotz Corona und des Lockdowns dürfe man gerade jetzt die unmittelbare Not vor unserer Haustüre nicht vergessen, so sein eindringlicher Appell.

Seinen Worten schloss sich Karin Pfadenhauer, Geschäftsführender Vorstand der Diakonie Kronach-Ludwigsstadt/Michelau, an. Aufgrund der Corona-Schutzvorgaben wird die ausschließlich über Spenden finanzierte Kronacher Suppenküche übergangsweise als "to go" fortgeführt. "In den bisherigen Räumlichkeiten können die notwendigen Vorkehrungen nicht umgesetzt werden. Daher weicht man auf das evangelische Gemeindehaus aus", erklärte sie. Menschen, die von Armut betroffen oder bedroht sind, erhalten in der Suppenküche für einen Euro ein vollwertiges warmes Mittagessen, das durch die Großküche des Lucas-Cranach-Seniorenhauses zubereitet wird. Nach umfangreichen Vorbereitungsarbeiten wurde das Gebäude nach lebensmittelrechtlichen sowie Corona-Hygiene-Vorgaben vorschriftsmäßig ausgerüstet, wofür die Spende von über 3600 Euro verwendet wird. "Wenn man der Krise etwas Gutes abgewinnen möchte, dann sind es der Zusammenhalt und der Teamgeist, die jetzt einen höheren Anklang finden", betonte sie auch namens von Burgunde Brauer, Einrichtungsleitung der KASA (Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit) und der Suppenküche.

Sehr dankbar zeigten sich auch die Pflegedienstleiterin der Diakoniestation Küps , Melanie Beitzinger, für die Komplettanschaffung des neuen Dienstfahrzeuges sowie Michael Kuhnlein, Einrichtungsleiter des Gebrauchtwarenmarkts in Kronach. Die Spende von 649 Euro komme, so Kuhnlein, einer Beschäftigungsmaßnahme für langzeitarbeitslose Menschen zugute. Zugleich schonten die dabei erfolgenden Reparaturarbeiten Ressourcen. hs