Nichts ging mehr! Bereits eine halbe Stunde vor Beginn des Frühlingskonzertes der Stadtkapelle Seßlach mussten einige Besucher wieder den Heimweg antreten. Die Halle war bereits restlos gefüllt, sogar die kurzerhand direkt vor der Bühne organisierten Sitzplätze waren schon belegt. Bürgermeister Maximilian Neeb dachte sogar laut darüber nach, eine neue Mehrzweckhalle zu bauen.

Die Stadtkapelle Seßlach zieht eben die Massen an - über das gesamte Jahr bei zahlreichen Auftritten und natürlich umso mehr bei ihrem traditionellen Frühlingskonzert. Und dieses Mal hatten sich die Verantwortlichen ein ganz besonderes Motto einfallen lassen: Kurzweilig moderiert von den Musikern Milena Schiegg und Tom Engelhardt, durften die "Passagiere" des Fluges "0815" im Flugzeug der Airline "Stadtkapelle" Platz nehmen und die musikalische Weltreise genießen.

Mit Abstecher ins Weltall

Beginnend mit dem "Coburger Marsch" ging es über das "Allgäuland", den "Florentiner-Marsch" und das "Tiroler Land" nach Böhmen. Die "Tondovi-Polka", die "Böhmische Liebe" und "Wo die Wolga fließt" wurden lediglich kurzerhand durch einen Abstecher ins Weltall mit dem "Astronauten-Marsch" unterbrochen. Danach durften bis zur Pause noch die Jungmusiker zeigen, dass sie bereits bald in der großen Kapelle mitspielen können.

Den zweiten Teil ihres Frühlingskonzerts gestaltete die Seßlacher Stadtkapelle etwas moderner. Neben der Interpretation von Abba, Santiano, "Moment for Morricone" und "The lion king" warfen sich die Musiker in ihr Piratenoutfit und performten unter der Leitung von "Jack Sparrow" Michael Bauer den "Fluch der Karibik".

Zum Abschluss verwandelten die Musiker mit ihrem 80er-Jahren-Hitmix das Konzert in eine große Party und wurden zu diversen Zugaben aufgefordert. Mit dem "Frankenlied" beendete die Stadtkapelle ihre fulminante musikalische Weltreise, denn "zu Hause ist es ja doch am Schönsten", wie "Pilot" Tom Engelhardt betonte. dm