Glockenläuten und viele Schaulustige: Es war zu spüren, dass wieder einmal etwas Besonderes los sein wird, in der Weismainer Pfarrkirche St. Martin. In zwei beeindruckenden Festgottesdiensten gingen 23 Kinder – begleitet von ihren Eltern, Großeltern, Paten, Geschwistern und Anverwandten – zum ersten Mal zur Heiligen Kommunion. Leider konnte die Weismainer Blasmusik die Kinder wegen der Pandemie nicht zum Gottesdienst eskortieren. Während sie zu ihren Plätzen in der Kirche liefen, begleitete sie jedoch feierliche Orgelmusik. Zuvor wurden an der Osterkerze die Kommunionkerzen entzündet. Atmosphärisch beeindruckend standen die brennenden Kerzen dann vor dem Altar – neben Broten sowie überdimensionalen Noten.

Der kleine Altar an der Seite mit Musikinstrumenten wies indes auf das Thema der Feier hin: "Wir sind Gottesmelodie". "Es ist etwas besonderes, dass Sie nach der Taufe wieder Ihre Kinder zur Erstkommunion bringen", erklärte Pfarrer Gerhard Möckel den Eltern und Paten.

Gottesdienstthema in den Kyrierufen

Die Kinder begrüßten alle Anwesenden zu ihrem Fest. In den Kyrierufen gingen sie auf das Gottesdienstthema ein: Ein Lied besteht aus vielen Noten. Deshalb sei es wichtig, ein schöner Ton in Gottes Melodie zu sein. Passend dazu war auch die musikalische Begleitung von Sopranistin Evi Klar und Organist Udo Dauer: "Du bist ein Ton in Gottesmelodie, ein schöner Ton in seiner Symphonie. Ob Moll ob Dur ob leise oder laut, mach dich mit Gottesmelodie vertraut."

Die Lesung der Kommunionkinder aus der Apostelgeschichte war indes an das letzte Abendmahl angelehnt. Diakon Konrad Funk, der sie für die Feier vorbereitet hatte, erklärte, dass der Mensch einiges brauche, um sich wohlzufühlen: Genügend Trinken, Essen, Kleidung, Schlaf und ein Dach über dem Kopf. Das höchste Gut seien aber die Familie und Eltern, durch die Licht und Wärme in die Welt komme, betonte Funk.

Diese Wärme sei aber auch im Kern der Eucharistiefeier in der Kirche festzustellen. Zur Kommunion komme sie in der Form eines kleinen Brotes, als Liebe in die Herzen und werde so zur Melodie, welche die Menschen durch das Leben trage. Gott liebe die Menschen und schenke seine Liebe und sich selbst in der Eucharistie. Und so sollten alle Gottes Melodie zum Klingen bringen, erklärte Pfarrer Funk. Not von Menschen lindern, Andere annehmen, keine Vorurteile haben oder Gutes tun seien die Bausteine dieser Melodie.

Erneuertes Taufversprechens

Mit ihrem Lied "Jesus Christ your on my life" unterstrichen die Kommunionskinder diese Botschaft und beteten für eine bessere Welt, ehe sie ihr Taufversprechen erneuerten. Mit dem Wunsch, dass der Glauben durch die Erstkommunion weiter wachse, um die Freundschaft zu Gott weiterzuführen und seine Melodie zu spielen, endete der beeindruckende Gottesdienst. rdi