Ach ja, da haben wir ihn wieder, den zweiten harten Lockdown. Man konnte es vergangenen Sonntag beinahe von überall her hören: das verzweifelte Schnaufen aller Eltern, die sich nun wieder auf Homeschooling oder Kinderbetreuung der Kleinsten einstellen dürfen. Alle kreativen Ideen, die man im Frühjahr hatte, sind nun ausgeschöpft - und Homeoffice mit Kind ist nach wie vor eine Herausforderung der besonderen Art.

Aber auch die Kinder trifft es wieder ungemein. So müssen sie erneut auf ihre Freunde in Kindergarten und Schule verzichten. Gerade die kleinsten Sprösslinge verstehen das nicht, warum sie erneut von einem auf den anderen Tag nicht mehr in den Kindergarten dürfen.

Vor allem unseren Junior plagt die große Sehnsucht. Seit geraumer Zeit hat er sich nämlich, eine zugegeben zuckersüße Maus, auserkoren. Und nein, da wird nicht nur Händchen gehalten, sondern auch im großen Stil Küsschen verteilt. Alles Dinge, die in Zeiten von Corona nicht unbedingt von Vorteil sind.

Daher sind wir spätestens seit dem Lockdown auf die moderne Technik umgestiegen. Beinahe täglich werden jetzt vom Junior Gute-Nacht-Grüße per Sprachnachricht an seine Auserwählte gesendet. Gestern zum ersten Mal mit dem Zusatz "Ich vermisse dich". Da steigen einem als Mama durchaus die Tränen der Rührung in die Augen und machen einem aufs Neue bewusst: Auch wenn sie noch so klein sind, haben die Kinder doch schon ein ganz großes Herz. Romy Denk