Am 3. Oktober zeichnete der Bayerische Rundfunk in München ein ganz besonderes Rundfunk- und Fernsehkonzert auf, das den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. in den gesellschaftlichen Blickpunkt rückt.

Verflixtes Jahr 2020. Anlässlich des Endes des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren hatte der Volksbund zahlreiche internationale und regionale Veranstaltungen geplant. Viel musste verschoben werden, vieles fand in stark reduziertem Rahmen statt, vieles musste ganz ausfallen. Auch das traditionelle Benefizkonzert des Bezirksverbandes München im März wurde drei Stunden vor Beginn abgesagt und auf den Herbst verschoben. Als klar wurde, dass auch dieser Termin wankt, entstand die kühne Idee, das Konzert durchzuführen, aber als Hörfunk- bzw. Fernsehkonzert aufzuzeichnen.

Es gelang: Der Bayerische Rundfunk zeichnete das Konzert des Musikkorps der Bundeswehr und die Gesprächsbeiträge auf. Zu Wort kommen der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder, Bundesfinanzminister a.D. Theo Waigel, Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, der zwanzigjährige Workcamp-Teilnehmer Alexander Groß, die 97-jährige ehemalige Lazarettkrankenschwester und Zeitzeugin Rosemarie Leidenfrost, Oberstleutnant Christoph Scheibling, Leiter des Musikkorps der Bundeswehr, und Wolfgang Schneiderhan, General a.D., Präsident des Volksbundes.

Der Landesvorsitzende des Volksbundes in Bayern, Regierungspräsident a. D. Wilhelm Wenning, in der Pressemitteilung des Volksbunds: "Wir würden uns freuen, wenn wir mit der Ausstrahlung der Konzertaufzeichnung in dieser bleiernen Zeit eine kleine Freude und Stunden der Muße bereiten können und die Arbeit des Volksbundes in ihrer Gesamtheit ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit rücken."

Der Volksbund sucht gerade in dieser Zeit unterschiedliche Wege, Mittel und Möglichkeiten, seine Mitglieder, Freunde und Förderer zu begleiten, heißt es in dem Pressebericht. "Gemeinsam durch die Krise, gemeinsam für den Frieden" lautet das Motto. red