Zwei Briefe verlas Bürgermeister Roland Hoh in der jüngsten Biebelrieder Gemeinderatssitzung im Westheimer Rathaus: Die Freiwillige Feuerwehr Kaltensondheim hat in ihrem deutlich gemacht, dass sie möglichst bald ein neues Feuerwehrfahrzeug benötigt. In einem von 20 Biebelriedern unterzeichneten Brief wird eine Bürgerversammlung zum Bauprojekt "Mehrgenerationen Wohnanlage mit Pflegeeinrichtungen und Gewerbeeinheiten" gefordert.

Das Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Kaltensondheim ist 36 Jahre alt. Beim letzten Kundendienst wurde ein Ölverlust bei der Servolenkung festgestellt. Andere Reparaturen stehen zudem bevor. Da ein gebrauchtes oder neues Fahrzeug nicht von heute auf morgen zu bekommen ist, ist Eile angesagt. Die Feuerwehr wünscht sich ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF), das für ihre Bedürfnisse passen würde.

Da der Punkt nur unter "Bekanntgaben" behandelt wurde, griffen einige Gemeinderatsmitglieder das Thema wieder auf. Die stellvertretende Bürgermeisterin Gabriele Brejschka zum Beispiel, die auch stellvertretende Kommandantin ist, mahnte zur rechtzeitigen Planung. Sie wies darauf hin, dass die Gemeinde dafür auch einen Kredit aufnehmen dürfe. Bürgermeister Roland Hoh sagte, dass er derzeit verschiedene Optionen prüfe, von einer Reparatur des Fahrzeugs bis hin zum Kauf eines gebrauchten oder neuen Fahrzeugs. Es werde dann auf die Tagesordnung kommen.

Des Weiteren hatte die Kaltensondheimer Wehr darauf aufmerksam gemacht, dass 2026 Atemschutzgeräte ausgesondert werden müssten. Es wurde gebeten, für die Ersatzbeschaffung rechtzeitig Mittel in den Haushalt einzustellen.

Baugebiet bereitet Sorgen 

In der vergangenen Sitzung hatte ein Bürger verdeutlicht, dass sich Biebelrieder Sorgen wegen des von den Investoren vorgestellten Bauprojekts "Mehrgenerationen Wohnanlage mit Pflegeeinrichtungen und Gewerbeeinheiten" am Ortsrand von Biebelried von Kitzingen kommend machen. In Anbetracht der Dimension wird befürchtet, dass sich das Gesicht Biebelrieds verändern wird. Deshalb wird eine Bürgerversammlung zu diesem Thema gefordert.

Das Thema müsse transparent gestaltet sei, heißt es in dem Brief. Darin steht auch geschrieben, dass eine Beteiligung der Investoren an der Bürgerversammlung nicht notwendig sei. Dies gefiel den Ratsmitgliedern Barbara Mechler und Manfred Kleinschrodt gar nicht, wenn doch zuvor von Transparenz geschrieben wurde. Der Investor solle auf jeden Fall dabei sein. Zum einen höre er dann direkt, was die Bürger sagen, zum anderen könne er gleich Rede und Antwort stehen.

Jungviehstall beim Sportplatz

Wegen befürchteter Immissionen sahen einige Gemeinderäte die Errichtung eines Jungviehstalls mit Festmistplatte und Laufhof in der Nähe des Biebelrieder Sportplatzes kritisch. Unter der Voraussetzung, dass es für die umliegende Bebauung keine Beeinträchtigungen gibt, insbesondere für ein östlich des Bauprojekts geplantes Wohnbaugebiet, erteilte der Rat mit sieben gegen drei Stimmen das Einvernehmen. Das ganze Vorhaben wird laut Bürgermeister Roland Hoh vom Landratsamt geprüft.

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