Untertrubach — An den ersten Auftritt des Kirchenchors erinnert sich Marietta Will mit Grauen zurück: "Das war an Weihnachten 1985 und wir waren so aufgeregt, dass wir es in die Binsen gesetzt haben." Mittlerweile ist die Vorsitzende jedoch zufrieden mit ihren Darbietungen - nur ein paar Sängerinnen mehr dürften es sein. Wer Lust habe, sei herzlich willkommen bei den Chorproben am Mittwoch um 19.30 Uhr reinzuschnuppern. Wer es nicht so sehr mit dem kirchlichen Liedgut hat, muss sich nicht sorgen: Der Chor singt immer mehr weltliche Stücke wie auch am Dienstag mit dem "Amsellied" und "Kein schöner Land". Diese Entwicklung ist notgedrungen, denn inzwischen gibt es in St. Felicitas Untertrubach keine regelmäßigen Gottesdienste am Sonntag, sondern nur noch an Feiertagen, wie Kirchenpfleger Erich Kirsch berichtet. Dabei habe die Kirche einiges zu bieten: Sie sei eine der ältesten im Landkreis - die ersten Mauern wurden um 1250 erbaut - und eine Statue zeigt die Kaiserin Kunigunde ungewöhnlicher Weise mit einem Schleier, weshalb sie öfters auch andernorts ausgestellt werde. Die Besonderheiten von St. Felicitas hat Erich Kirsch, der auch die "FT bei uns"-Veranstaltung in weiten Teilen mit vorbereitet hat, in einem Kirchenführer zusammengefasst, der im Internet auf www.untertrubach.de heruntergeladen werden kann. mm