In ein paar kurzen Sätzen prangerte Bürgermeister Bastian Büttner (CSU) zu Beginn der Gemeinderatssitzung die "Pinseleien" an der alten Schule an. Diese hatte sein Vorgänger - Martin Rauscher (ÜWG) - angebracht, der auch als Zuhörer bei der Sitzung zugegen war. Als Seitenhieb auf Rauscher meinte Büttner, dass der Gemeinde ein nicht unerheblicher Schaden entstanden sei und fügte hinzu: "Martin Rauscher hat der Gemeinde geschadet." Aus den Reihen der Gemeinderäte kam dazu keine Stellungnahme.

Ansonsten prägte der Haushalt 2021 die Sitzung. Das Zahlenwerk über insgesamt 4,8 Millionen Euro trug Kämmerer Heiko Vogel vor. Es wurde einstimmig genehmigt. Insgesamt sollen rund 1,32 Millionen Euro investiert werden. Den Löwenanteil mit 500 000 Euro nimmt der Neubau des Kindergartens in Anspruch. Die Gesamtkosten, verteilt bis 2023, liegen bei 2,5 Millionen Euro, wobei 1,35 Millionen Euro an Zuschüssen erwartet werden. Nach einem bereits getroffenen Beschluss des Gemeinderates soll der neue Kindergarten weg vom Pfarrschrot an den Standort der "Alten Schule" verlegt werden. Die Sanierung der Turnhalle schlägt heuer mit 150 000 Euro zu Buche (Gesamtkosten: 300 000 Euro, Zuschuss: 254 000 Euro). Vorgesehen sind des Weiteren für Straßensanierungen 100 000 Euro, zum Erwerb eines Grundstückes für die Anbindung der Carl-Brandt-Straße an die Kreisstraße CO 12 insgesamt 200 000 Euro, für die Errichtung eines Bahnübergangs 100 000 Euro und für die Sanierung des Vereinshauses in der Seilersgasse 35 000 Euro.

Gemeinde muss Schulden aufnehmen

Allerdings ist zur Finanzierung der Investitionen eine Kreditaufnahme von 300 000 Euro erforderlich. Aus dem Verwaltungshaushalt fließen 239 000 Euro und an Zuweisungen erhält die Gemeinde rund 1,3 Millionen Euro. Der Schuldenstand bewegt sich in verträglicher Höhe. Er beträgt 315 000 Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 208 Euro entspricht (Landesdurchschnitt 576 Euro). Die Rücklagen wurden mit 141 000 Euro beziffert.

Im Verwaltungshaushalt sind 600 000 Euro an Gewerbesteuereinnahmen prognostiziert. Erwartet werden an staatlichen Zuweisungen 1,3 Millionen Euro, an Konzessionsabgaben Strom und Gas und Stromverkauf 48 000 Euro und an Zuweisungen für den Kindergarten 301 000 Euro. Die Einnahmen aus Kanalgebühren betragen 300 000 Euro. Die Hauptausgaben sind Schulumlage und Gastschulbeiträge mit 137 000 Euro sowie der Zuschuss für den Kindergarten mit 435 000 Euro. An den Abwasserzweckverband sind 179 000 Euro zu entrichten und als VG-Umlage 393 000 Euro. Die Beteiligung an den Stadtbuskosten und am Sammeltaxi beträgt 32 000 Euro. Die Kreisumlage liegt bei 737 000 Euro. An Straßenunterhalt sind 65 000 Euro vorgesehen.

Post im "Woll-Lädele"

Das Niederfüllbacher Extra-Kindergeld wird zwar weiterhin gezahlt, allerdings von 1000 Euro auf 500 Euro jährlich heruntergefahren. Der Bürgermeister teilte außerdem mit, dass ab 7. April das "Woll-Lädele" die Postfiliale übernimmt.