Sie singen übers Spielen, über die Freunde, die man dabei gewinnt, zählen dabei mit den Fingern bis drei, klatschen und schaukeln mit dem Körper tanzend hin und her: Die Kinder des Kinderhauses Zur Schatzinsel präsentieren ihr Freudenlied auf dem neuen Spielplatz und sagen damit Danke, dass es nach Jahren wieder einen Spielplatz in Steinbach gibt.
Darüber freute sich Bürgermeisterin Gertrud Werner nicht weniger: "Durch eine glückliche Fügung konnten wir das Grundstück für längere Zeit pachten." Damit konnte endlich der jahrelange Wunsch nach einem eigenen Spielplatz erfüllt werden. Ein Wunsch, den auch Altbürgermeister Alfred Schramm hatte und sich ebenso über die strahlenden Gesichter auf dem Spielplatz freute.
Der Spielplatz wurde zu 50 Prozent durch den Naherholungsverein bezuschusst. "Hier am Schwabachtal gehen viele Wanderer vorbei", erklärte Peter Pröbstle. Er ist Forstdirektor des Amts für Ernährung Landwirtschaft und Forsten sowie Vorsitzender des Naherholungsvereins, der viel für ältere Menschen finanziert. Doch Naherholung sei auch für Kinder wichtig, weshalb 17 000 Euro für den Kindergarten als Unterstützung bezahlt wurden.
Schon unter diesem Aspekt spricht die Bürgermeisterin nicht von einem Spielplatz, sondern von einem Spiel- und Fitnessplatz. Auch für Erwachsene seien Angebote da - eine Tischtennisplatte und Fitnessgeräte zum Beispiel. Dass der Seilkletterturm durchaus in diese Kategorie passt, haben die Bürgermeisterin, ihr Stellvertreter Josef Elsinger, stellvertretender Landrat Otto Siebenhaar und Peter Pröbstle selbst bewiesen.
Die Kindergarten- und Krippenkinder waren nicht mehr zu halten. Flink erreichten sie die Spitze des Turms, um mit den Lokalpolitikern und dem Vereinsvorsitzenden den Gästen zuzuwinken. Natürlich kennen sie den Platz schon länger. "Eingeweiht ist der Platz schon durch die Kinder, die ins erste Loch gestapft sind", erinnert Werner an den Beginn der Bauarbeiten, zu denen auch das Ausheben der Erde für die Spielgerätebefestigung gehörte. Hier sparte die Gemeindechefin nicht mit Lob, denn alle anfallenden Arbeiten wurden von den beiden Gemeindearbeitern, den Brüdern Jochen und Christian Dressel ausgeführt - von den Erd- und Baggerarbeiten bis zum Aufstellen der Spielgeräte, dem Auffüllen der Löcher und dem Ansäen des Spielrasens und dem Anbringen des Zauns.
Insgesamt 34 000 Euro kostet der Spiel- und Fitnessplatz, auf dem bereits Bänke stehen, um sich von einer Wanderung auszuruhen oder dem Spiel der Kleinen zusehen zu können. Der Bürgermeisterin blieb nur noch die obligatorische Eröffnung eines Platzes, der schon längst seiner Bestimmung übergeben worden war. Selbst der neu gepflanzte Baum fehlte nicht. Aus praktischen Gründen entschied man sich für einen Walnussbaum. Im nächsten Sommer wird er wohl noch keinen Schatten spenden, doch das stört die spielenden Kinder wenig. map