von unserem Mitarbeiter 
Karl-heinz hofmann

Weißenbrunn — Die Kirchweihgesellschaft braut ihr eigenes Jahrhundertbier und erhält das Braudiplom. Der rubinrote Gerstensaft schmeckte den Gästen und weckte das Begehren nach mehr.
Zur Kerwa gab es für Mitglieder der Kirchweihgesellschaft (KWG) das Braudiplom. Vor circa fünf Wochen machten sich die Mitglieder der KWG unter fachmännischer Beratung und Leitung des Braumeisters i. R., Heinz Krause, an die Arbeit, im Brauer- und Büttnermuseum ihr eigenes Kerwabier zu brauen. Dazu wurde ein Spezialmalz verwendet. Heinz Krause wies darauf hin, dass dieses Jahrhundertbier nach Vorschriften des Reinheitsgebots von 1516 gebraut wurde.
Die Teilnehmer mussten schnell feststellen, dass es doch einiges an Wissen bedarf, um der Braukunst zu folgen. Am Kerwa-Freitag wurde dann das 50-Liter-Fass dieses selbst gebrauten rubinroten Bieres, welches in der Stärke in Richtung Bockbier tendiert, angezapft und den Kerwagästen im Paradies angeboten.
Es wurde gratis kredenzt, allerdings erbat man freiwillige Spenden für einen gemeinnützigen Zweck. "Das Bier wurde gut angenommen, wir hätten davon sicherlich einen Hektoliter brauen können, und der wäre uns aus den Händen gerissen worden", meinte Zweiter Bürgermeister Michael Bohl (CSU) bei der Bierprobe.
Heinz Krause freute sich, den tüchtigen Hobbybrauern auch das Braudiplom überreichen zu dürfen. "Sie haben alle ihre Sache gut gemacht", lobte der Botschafter der Genussregion Frankenwald, der auch Vorsitzender im Förderverein Brauer- und Büttnermuseum Weißenbrunn ist. Er hat schon so manchen Hobbybrauer nach einem Bierseminar diplomieren können.