Das Münchner Oktoberfest ist weltbekannt, doch was die wenigsten wissen: Ohne die Bäuerinnen und Bauern würde es das weltberühmte Volksfest gar nicht geben. Nach der Hochzeit des bayerischen Kronprinzen im Jahr 1810 nimmt der "Landwirtschaftliche Verein" die Organisation in die Hand und lädt zu einem großen Fest mit Viehmarkt, Pferderennen und Viehprämierung durch den König. Ab 1812 nennt sich die Veranstaltung "Centrallandwirthschaftsfest". 1818 gibt es das erste Karussell, Wirtsbuden, Schaukeln und eine Fischbraterei. Das Oktoberfest war geboren!
Und auch heute noch ist das Bayerische Zentral-Landwirtschaftsfest (ZLF) alle vier Jahre fester Bestandteil der Wiesn. In diesem Jahr findet das Fest zum 126. Mal statt, bis 25. September dreht sich direkt neben dem Oktoberfest alles um die Land- und Forstwirtschaft in Bayern. "Seit mehr als 200 Jahren strömen die Leute zum Landwirtschaftsfest nach München. Traditionell treffen sich dort Menschen aus allen Teilen Bayerns, um gemeinsam zu feiern und sich über die neuesten Entwicklungen für die Land- und Forstwirtschaft zu informieren", sagt Hermann Greif, Bezirkspräsident des Bayerischen Bauernverbandes in Oberfranken. Am Freitag, 23. September, ist das ZLF fest in der Hand des Bezirks Oberfranken. Auch Hermann Greif wird gemeinsam mit Bezirksbäuerin Anneliese Göller mit dabei sein.
Auf 120 000 Quadratmetern wird eine Vielfalt von Produkten und Infos geboten. Rund 650 Aussteller präsentieren die neuesten Entwicklungen für die Arbeit auf dem Hof und auf den Feldern für interessierte Verbraucher und neugierige Besucher. Außerdem ist in diesem Jahr zum ersten Mal ein moderner Milchviehstall im laufenden Betrieb zu bestaunen. Neu auf dem ZLF ist auch das "Festzelt Tradition" - bekannt von der "Oidn Wiesn". red