Michael Engelhardt, Leiter des Heroldsbacher Bauhofs, stellte im Gemeinderat den Bebauungsplan "Steigäcker II" vor. Für den Plan im beschleunigten Verfahren sind keine Ausgleichsflächen zu stellen.

Im Plan wird festgeschrieben, dass unbebaute und unbefestigte Plätze zu begrünen sind: Damit werde der Anlage von Steingärten vorgebeugt, ist sich der Bauhofsleiter sicher. Die Gemeinderäte votierten einstimmig für die Billigung des Bebauungsplans, so dass er öffentlich ausgelegt werden kann.

Bebauungsplanes "In der Hub"

Weil ein rechtmäßiger Satzungsbeschluss aus dem Jahr 1996 fehlt, mussten die Gemeinderäte die dritte Änderung des Bebauungsplanes "In der Hub" beschließen. Da die vom Forstamt vorgeschriebene Baumfallgrenze von 20 Metern auf acht Metern unterschritten wird, muss die oberste Geschossdecke der geplanten Häuser als Stahlbetondecke ausgeführt und die Standsicherheit des Gebäudes auch bei Baumfall nachgewiesen werden.

Parkplatzsituation

Peter Münch (FWO) wies auf die schwierige Parkplatzsituation in diesem Bereich hin und forderte eine Überwachung des ruhenden Verkehrs, bevor die Gemeinderäte einstimmig die Änderung genehmigten. Damit wird auch dieser Bebauungsplan öffentlich ausgelegt.

In der vergangenen Legislaturperiode beendeten die Heroldsbacher Gemeinderäte die Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekten zur Umgestaltung des Friedhofs. Jetzt stellte Grabsteinmetz Stefan Zenk mit einer Anordnung in Kreisform, einer Anordnung im Viertelkreis und einer linearen Anordnung drei mögliche Varianten zur Teilumgestaltung im Bereich der Urnengräber vor.

"Der Trend in Franken geht zur Urnenbestattung", versicherte Zenk. Trotzdem wisse niemand, wie sich die Bestattungskultur in den kommenden zehn bis 20 Jahren entwickeln würde. Er schlug Führungen über den Friedhof vor, damit den Menschen bewusst sei, wie der Tod zum Leben gehöre. Oft realisierten Angehörige erst nach acht bis zwölf Monaten der Trauer, was sie für eine Grabform gewählt haben. Dabei müssten sie schwerwiegende Entscheidungen oft wie in einem Schockzustand treffen.

Weil jeder für die Gestaltung des Friedhofs aufgewendete Euro von den Bürgern bezahlt werden muss, wie Bürgermeister Benedikt Graf von Bentzel (CSU) betonte, wies Zenk darauf hin, dass die lineare Anordnung der Gräber mit circa 21 000 Euro die preiswerteste Variante sei. Bei den beiden anderen Varianten müssten zunächst für rund 43 000 Euro die im Boden befindlichen Fundamente aus armiertem Beton entfernt werden.

Da den Gemeinderäten die runde Gestaltung deutlich mehr zusagte, soll Zenk bis zur nächsten Sitzung einen Entwurf ausarbeiten, der die lineare Anordnung etwas auflockert.