Katastrophen-Start für Frohnlach

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Ein bitterer Moment für Frohnlachs Torwart Michael Edemodu, der nach einem Zusammenprall mit einem Selbizer Stürmerh ausgewechselt wurde. "Wir wissen noch nicht was mit seinem Knie los ist", erklärte Abteilungsleiter Michael Werner am Sonntag auf Tageblatt-Nachfrage. Foto: Heinrich Weiß
Ein bitterer Moment für Frohnlachs Torwart Michael Edemodu, der nach einem Zusammenprall mit einem Selbizer Stürmerh ausgewechselt wurde. "Wir wissen noch nicht was mit seinem Knie los ist", erklärte Abteilungsleiter Michael Werner am Sonntag auf Tageblatt-Nachfrage. Foto: Heinrich Weiß

Nicht nur das frühe Aus im Verbandspokal (1:2 bei der SpVgg Selbitz), sondern vor allem auch die Verletzung von Torwart Michael Edemodu, der mit Knieproblemen ausschied und die Rote Karte gegen Spielmacher René Knie schmerzen.

Schlechter hätte Landesligist VfL Frohnlach kaum in die neue Wettkampf-Saison starten können. Gleich drei Rückschläge musste die ohnehin dünn besetzte Truppe von Trainer Oliver Müller am Samstagnachmittag wegstecken: Erstens die ärgerliche 1:2-Niederlage in der 1. Runde des Verbandspokals, dann die Knieverletzung von Stammkeeper Michael Edemodu und zu allem Überfluss noch eine Rote Karte, die sich "Wirbelwind" René Knie in der Nachspielzeit abholte.
Vor allem die Sorge um die etatmäßige Nummer Eins bereitete den Verantwortlichen Kopfschmerzen. Denn sollte Edemodu länger ausfallen, dann wäre das ein herber Verlust für die "Blau-Weißen", die bereits in 14 Tagen in die Punktrunde der Landesliga Nordost starten.


SpVgg Selbitz gegen
VfL Frohnlach 2:1 (1:0)

Die Selbitzer begannen selbstsicher und setzten die Frohnlacher ab der ersten Minute unter Druck. Die Platzherren erspielten sich dabei auch einige sehr gute Chancen, vergaben diese aber zum Teil leichtfertig oder scheiterten am Frohnlacher Schlussmann Edemodu, der mehrfach Gelegenheit hatte, um sich auszuzeichnen. Bei einem Pfostentreffer hatte er aber auch das Glück des Tüchtigen, die zahlreichen Eckbälle der Selbitzer stellten den langen Keeper dagegen vor wenig Probleme.
Frohnlach konnte sich nur sporadisch aus der Abwehr lösen. Die Angriffe hatten nicht den nötigen Druck, so dass Torchancen der Gäste ausblieben. Frohnlach versuchte zwar den Ball zu halten und breit gestaffelt aus der Abwehr nach vorne zu spielen, doch die Selbitzer machten dem Bayernliga-Absteiger, von dem sich die Zuschauer deutlich mehr erwartet hatten, das Leben immer wieder schwer.


Krügers schlechter Rückpass

Dann fiel das 1:0: Der Gegentreffer fiel aus Frohnlacher Sicht nach einem verunglückten Rückpass von Jonas Krüger zum Keeper. Christian Horn roch den Braten, lief in den Pass und hatte keine Mühe, um seine Farben hochverdient in Front zu schießen. Fast wäre Tim Rebhan noch vor der Pause der Ausgleich geglückt, doch aus sechs Metern schoss er nahezu unbedrängt über den Kasten - das war aber auch die einzige Chance der Gäste vor dem Wechsel.
In der zweiten Halbzeit wurde die Müller-Elf deutlich stärker und ergriff phasenweise sogar selbst die Initiative. Und die Leistungssteigerung wurde nach einer Standardsituation auch schnell belohnt, denn Christopher Autsch verwandelte einen Freistoß zum 1:1-Ausgleich scharf und flach ins linke Eck.
Nach knapp einer Stunde dann aber ein Rückschlag, denn bei einem Rettungsversuch eilte Keeper Michael Edemodu aus seinem Kasten und prallte mit dem Selbitzer Angreifer Yannick Schuberth zusammen und musste verletzt ausgewechselt werden. Seinen Part im Tor übernahm Ersatzmann Philipp Pfister. Nur zehn Minuten nach seiner Einwechslung musste er spielentscheidend schon hinter sich greifen, den Kaan Getzer gelang gegen eine unsortierte VfL-Hintermannschaft der erneute Führungstreffer für die Platzherren.


Hektische Schlussphase

Danach wurde die Partie ruppig und in der Schlussphase nicht nur hektisch, sondern vor allem auch recht farbig. Gab es nämlich bis dahin nur insgesamt zwei Verwarnungen, kamen vier weitere dazu und zu allem Übel auch noch zwei Platzverweise. Schiedsrichter Roman Potemkin zeigte in der Nachspielzeit nämlich nicht nur dem Sieg-Torschützen, sondern auch Frohn-lachs Spielgestalter René Knie
jeweils die rote Karte. hw/ct