"Auf den ersten Blick scheint der Arbeitsmarkt mit der Umstellung auf die Winterzeit eine Verschnaufpause einzulegen, da sich die absolute Zahl der Arbeitslosen nur wenig verändert. Tatsächlich gibt es jedoch viel Bewegung", teilt die Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg in ihrem aktuellen Monatsbericht für ihren Bereich mit. In den vergangenen vier Wochen meldeten sich 1204 Männer und Frauen aus Erwerbstätigkeit arbeitslos, 153 (-11,3 Prozent) weniger als 2020. 995 Personen gelang es, ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung zu beenden, 15,4 Prozent (-181) weniger als im Vorjahresmonat. Der Rückgang der Einstellungen von Arbeitslosen liegt daran, dass aufgrund des seit Monaten hohen Personalbedarfs viele gute entlassene Bewerber bereits wieder einen Job gefunden haben oder nahtlos eine neue Beschäftigung finden, ohne erst arbeitslos zu werden.

Zum Beginn der kalten Jahreszeit verringerte sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Coburg erneut. Die Zahl der Beschäftigungslosen sank um 55 Personen (-3,4 Prozent) auf 1554. Im Vergleich zum November 2020 gab es 262 Arbeitslose oder 14,4 Prozent weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,1 Prozent (Oktober 3,2 Prozent, Vorjahr 3,6 Prozent). Es verloren 11,5 Prozent weniger Menschen ihre Beschäftigung als vor einem Jahr, gleichzeitig konnten 14,1 Prozent weniger ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung beenden

In diesem Jahr sank die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt Coburg im November um 22 Menschen (-2,0 Prozent) auf 1088. Im Vorjahresvergleich verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 212 Personen oder 16,3 Prozent. Es verloren lediglich sechs Menschen mehr ihre Beschäftigung als im November 2020, während 20 weniger eine neue Arbeit aufnahmen. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich seit Oktober um 0,1 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 5,6 Prozent.

"Der Arbeitsmarkt gönnte sich auch im November keine Verschnaufpause. Der bevorstehende Winter klopft jedoch bereits an die Tür der Arbeitsagentur und mit ihm die vierte Corona-Welle. Es ist jedoch erstaunlich ruhig. In den letzten Wochen meldeten sich überwiegend erste Beschäftigte für Außenberufe. Meist besteht aufgrund der vollen Auftragsbücher und der Plustemperaturen die Chance auf Weiterbeschäftigung. Viele Unternehmen sind auch für die dunkle Jahreszeit gut ausgelastet. Coronabedingt meldeten sich wegen der für die Betriebe gültigen 3G-Regel einige Testverweigerer, die konsequent zum Schutz der Belegschaft von der Arbeit freigestellt werden mussten", berichtet Boris Flemming, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg. red