Nach fünf Jahren Pause hat die Feuerwehr Gestungshausen wieder Nachwuchs in ihren Reihen. Stefanie Friedrich und Rene Stephan haben damit seit einem Jahr die erfolgreiche Arbeit von Klaus Fugmann fortgeführt. Fugmann hatte seinen Aufgabenbereich aus Altersgründen aufgegeben. In Würdigung seines jahrelangen Einsatzes als Jugendwart ist Fugmann inzwischen zum Ehrenmitglied ernannt worden.
Die Jugendfeuerwehr hat 13 Kinder bis zum 15. Lebensjahr. Sie sind aufgeteilt in eine Kinder- und eine Jugendfeuerwehr, das berichtete Stefanie Friedrich im Rahmen der Hauptversammlung. Johanna Knauer wurde zur Jugendsprecherin gewählt. Die Aktivitäten zur Nachwuchsgewinnung im Sonnefelder Gemeindeteil fanden nicht nur bei Bürgermeister Michael Keilich (CSU), sondern auch Kreisbrandinspektor Stefan Zapf und Kreisbrandmeister Jochen Mann Anerkennung. Schriftführer Klaus Wittmann berichtete, dass von 115 Mitgliedern 25 aktiv und 77 passiv sowie 13 im Jugendbereich zur Verfügung stehen. Geld- und Sachspenden ermöglichten Hauptkassier Thomas Knauer die Bereitstellung finanzieller Mittel für Anschaffungen, darunter die Ausrüstung der Aktiven mit Schnürstiefeln. Herbert Knauer erhielt das Vertrauen als Kassenprüfer.
"Ein Ernstfalleinsatz bei Nieselregen und kühlen Temperaturen im benachbarten Steinach ließ die Erkenntnis reifen, dass unser Ausrüstungssystem Bayern 2000 als Schutzbekleidung nicht mehr geeignet ist", stellte Vorsitzender Michael Knauer fest. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Sonnefeld wurde die Anschaffung von 20 neuen Schutzanzügen eingeleitet.
Während der von Bürgermeister Michael Keilich geleiteten Dienstversammlung beleuchtete Kommandant Marko Gottschalk die Arbeit der Aktiven. Zu drei Brandeinsätzen, der Teilnahme an der Großübung zur Brandschutzwoche in Hassenberg, der erfolgreichen Beteiligung am Erwachsenen-Leistungsmarsch in Großheirath kamen 16 Übungs- und Gruppendienste sowie elf weitere Termine hinzu. 2017 werde der Schwerpunkt auf die Ausbildung zum Truppmann gelegt. Als dringend bezeichnete der Kommandant den Neuaufbau einer Gruppe Atemschutzträger.
Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit zum Wohl der Bevölkerung zollte Bürgermeister Michael Keilich, als er die rege Vereinsarbeit lobte. Ebenso erfreut zeigte sich der Gemeindechef über die im Gemeindeteil Gestungshausen wiederbelebte Jugendarbeit. Bestandsaufnahme und langfristiger Zukunftsbedarf der Wehr sollen im Rahmen der kommunalen Bedarfsplanung für die Gesamtgemeinde durch ein Ingenieurbüro in Angriff genommen werden.
Rene Stephan wurde einstimmig zum Zweiten Kommandanten gewählt. Er versieht das Amt (vorerst) bis zur regulären Führungskräfte-Neuwahl im nächsten Jahr. Daniel Motschmann unterstützt als "Vize" den Vereinschronisten.
Dass sich die Gemeinde dem "Blick in die Zukunft" nicht verschließen könne, unterstrich Kreisbandinspektor Stefan Zapf.
In Würdigung 20-jähriger aktiver Einsatzbereitschaft nahmen Vorsitzender Michael Knauer und Kommandant Marko Gottschalk Ärmelstreifen in Empfang. Für viele Jahre Mitarbeit im Vergnügungsbereich erhielt Christel Lange ein Blumenpräsent.
Herbert Knauer wurde zum Ehrenmitglied ernannt. In 39 Jahren Feuerwehrdienst absolvierte Knauer alle möglichen Leistungsabzeichen bis zur Stufe Gold-Rot. Er war Gruppenführer (1981-1994) und Kommandant (1994 bis 2002). Klaus Oelzner