Mit acht Projekten war das Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium in diesem Jahr stark beim Wettbewerb "Jugend forscht" vertreten. "Eine solch große Anzahl von Beiträgen hatten wir noch nie", lobte Schulleiter Horst Pfadenhauer die Schülerinnen und Schüler. Jetzt durften sie einen Scheck in Höhe von 500 Euro entgegennehmen, gestiftet von der Rehau AG + Co. Aufgrund des guten Abschneidens - immerhin gab es einen Regionalsieger, einen zweiten Platz und einige Sonderpreise - gehörte das MGF zu den zehn Schulen aus Oberfranken, die mit einer solchen finanziellen Förderung bedacht wurden.

"Das Geld wird bei uns gut angelegt", versicherte der Schulleiter, und die betreuenden Lehrer Wolfgang Lormes und Matthias Kohles nannten gleich einige Beispiele für Investitionen. "Wir wollen für den neuen Roboterarm einen Greifer selbst entwickeln und bauen, er muss eingehaust werden und es braucht noch weiteres Zubehör", sagte Wolfgang Lormes. Auch wolle man eine CNC-Fräse selbst bauen.

"Darüber hinaus wollen wir natürlich auch im nächsten Jahr wieder Schüler zu ‚Jugend forscht' schicken", ergänzte Matthias Kohles. Für solche Projekte brauche man Geld

Die Schüler hatten in Schule und Freizeit allerlei Spannendes für ihre Beiträge erforscht. Zum Beispiel wurde Safran auf seine Echtheit untersucht, aus Ingwer wurden Schadstoffe extrahiert. Die Erforschung der antioxidativen Eigenschaften von Rosmarin in einer Salami sicherte Max Vogt einen dritten Preis, Marcel Schöckel und Luca Beetz holten mit ihren innovativen Sitzsensoren einen zweiten Platz.

Besonders erfolgreich war Hannes Näther. Er erreichte mit seinem elektrostatischen Motor, dessen Antrieb auf Corona-Entladungen basiert, das Deutschlandfinale in Vilsbiburg, wurde dort Dritter und holte sich auch noch einen Sonderpreis. "Ich war schon selbstkritisch und dachte eigentlich gar nicht, dass mein Projekt etwas so Besonderes ist", sagte der Schüler der die Q11 besucht.

Die drei Tage des Bundesfinales nutzte der junge Forscher gewissenhaft und stellte bereits erste Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern her. "Ich will ein duales Studium machen. Mir hat es die Automobilindustrie sehr angetan, aber ich könnte mir auch eine Tätigkeit im Bereich Luft- und Raumfahrt gut vorstellen." Eine Zusage für ein Praktikum bei Airbus hat er quasi schon in der Tasche.

"Genauso muss es laufen", so Schulleiter Horst Pfadenhauer. Durch solche Wettbewerbe würden die Schüler unter anderem lernen, dass man innovative Ideen auch entsprechend verkaufen müsse.