Katharina Müller-Sanke

Viele Hände packten mit an, damit das Thurnauer Freibad bald wieder öffnen kann. Mitglieder der Wasserwacht putzten die Bänke, die Kinder sammelten Unrat ein und die Feuerwehr pumpte das Becken aus, um es anschließend sauber zu spritzen.
Über 50 Erwachsene und Kinder haben bei der Aktion "Zamm geht's" von Bam Brambacher geholfen und so das Freibad startklar für den Sommer gemacht.


"Ganz schön eklig"

Eine der fleißigen Helferinnen war die zehnjährige Alena. Sie hat mehrere Tüten Müll aus dem Gebüsch geholt. "Das war ganz schön eklig", rümpfte sie die Nase. Flaschen, Eistüten und vieles mehr hat sie gesammelt. Unterm Strich hat es ihr großen Spaß gemacht. Sie war stolz, dass sie am guten Ergebnis ihren Anteil hatte.
Auch der Spielplatz stand für die Kinder der Wasserwacht besonders im Fokus. Vorsitzende Jeanette Kurz war begeistert von so viel freiwilliger Hilfe.
"Das ist ja eines unserer Grundprinzipien bei der Wasserwacht: Wir wollen den Kindern zeigen, dass man sich gegenseitig hilft und dass man richtig was schafft, wenn alle mit anpacken", so die Vorsitzende.
Die Jungen und Mädchen, die mithalfen und in der Wasserwacht aktiv sind, bekommen übers Jahr hinweg theoretischen und praktischen Unterricht: natürlich im Schwimmen, aber auch zum Beispiel zum Thema Natur- und Gewässerschutz.
Im Mai findet eine weitere Säuberungsaktion in der Gemeinde statt, wo genau, ist noch nicht sicher.
Nach dem Spielplatz war aber erst einmal das Becken dran. Die Feuerwehr, die mit 24 Mann angerückt war, pumpte wie jedes Jahr das Wasser ab. "Für unsere Jungen ist das eine gute Gelegenheit, das Legen der Schläuche zu üben", so Kommandant Jörg Schneider. Und die Feuerwehr unterstützt mit dieser freiwilligen Aktion natürlich auch die Gemeinde, denn das Auspumpen würde sonst eine Stange Geld kosten.
Über den Winter war das Becken mit speziellen Mitteln versetzt, die ein Auffrieren der Plane verhinderten. Nun ist der Boden mit Algen bedeckt und muss nach dem Auspumpen noch abgespritzt werden. Darüber freute sich besonders Bademeister Armin Schamel. Mit den starken Pumpen und Schläuchen ging der Dreck schnell und effektiv weg. Das erspart ihm später ganz schön Arbeit.


Eröffnung Mitte Mai

Er ist ohnehin in den nächsten Tagen noch damit beschäftigt, das Becken zu schrubben und zu desinfizieren. Erst danach kann das Wasser eingelassen werden. Und zwar ganz langsam. Zwei Wochen lang dauert es, bis das Becken voll ist. Danach erst wird gechlort. Mitte Mai soll dann geöffnet werden. Die Kinder von der Wasserwacht können es kaum erwarten.