Andreas Oswald Zuerst die gute Nachricht: Es habe sich bei den Planungen der SpVgg Jahn im Forchheimer Norden nicht viel verändert, konnte Vereinssprecher Uwe Schüttinger im öffentlichen Teil der Stadtratssitzung berichten. Es seien nach wie vor drei Fußballplätze geplant und acht Tennisplätze. Was sich verändert habe sei die Lage der Tennisplätze - die habe man so gedreht, dass sie auf dem Areal bleiben könnten. Ein Novum gebe es auch beim Sportheimbau. Das werde jetzt komplett in Holzbauweise errichtet - "energetisch eine Top-Sache", so Schüttinger.

"Ritt auf der Rasierklinge"

Nun die schlechte Nachricht: Wie unsere Zeitung aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, sei in der anschließenden nichtöffentlichen Sitzung davon die Rede gewesen, dass Jahn finanziell "das Wasser bis zum Halse" stehe. Dies vor allem wegen der Kostensteigerungen, die bis zur Realisierung der Umsiedlung anfielen. Für den Verein sei dies ein "Ritt auf der Rasierklinge", sei in der Sitzung geäußert worden. Es sei sogar von "Insolvenzverschleppung" gesprochen worden.

Maßlose Verärgerung beim Jahn

Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte Jahn-Vorstandsmitglied Hans Schneider, dass es in diesem Teil der nichtöffentlichen Sitzung ums Geld gegangen sei. "Bei diesem Punkt mussten auch wir den Saal verlassen", betonte Schneider. Nur soviel ist von ihm zu erfahren: Es gehe um 400 000 Euro, die die Stadt vom Verein für die Umsiedlung verlange. Schneider macht seiner Verärgerung Luft: "Wenn ein solcher Punkt im Stadtrat behandelt wird und wir als Betroffene nicht gehört werden, dann stört mich das maßlos." Die Stadt habe ihre Zusicherung gekippt, wonach nicht der Verein diesen Betrag zahlen müsse, sondern dieser im Rahmen des Neubaus der Wohnanlage verrechnet werde.