Der Jagdschutz- und Jägerverband Kronach, Kreisgruppe im Bayerischen Jagdverband (BJV) zog in der Jahreshauptversammlung am Sonntag in der Leßbachtalhalle in Weißenbrunn eine positive Bilanz für das Jagdjahr 2016. Zahlreiche Ehrungen standen im Mittelpunkt.
Darüber hinaus gab es Neuwahlen, die Veränderungen im Vorstand brachten, und es wurden Sorgen hinsichtlich der Gesetzeslage sowie Kritik über einen zu großen Schwarzwildbestand offen angesprochen. Ferner wurde eine neue Satzung von den Mitgliedern angenommen.
Vorsitzender Bernhard Schmitt konnte als Mitgliederzahl 560 bekanntgeben. Die Kosten der Trichinenschau sind Jägern ein Dorn im Auge. Während im Landkreis Cham wohl der Landkreis sich an den Kosten beteilige, sei dies aus rechtlichen Gründen im Landkreis Kronach nicht möglich. Der Jägerverband werde über das Ministerium eine Lösung anstreben.


Abgabe zu hoch

Bei den Nachsuchegespannen läuft es recht positiv, zeigte sich der Kreisvorsitzende über die Zusammenarbeit mit den Forstbetrieben sehr zufrieden. Nicht zufrieden sind die Jäger dagegen mit der Verteilung ihrer Jagdabgabe. So zahlen sie 40 Millionen in die Jagdabgabe, davon gehen allein elf Millionen Euro an den Bund Naturschutz für Frösche, das ist für die Jäger eine bittere Kröte.
Trotz großer Strecke nehmen die Probleme mit Wildsauen weiter zu. Die Wildschäden belaufen sich in Oberfranken zum Teil auf fünfstellige Bereiche. Im jagdlichen Miteinander werden bereits Maßnahmen von gemeinsamen Sammelansitzen auf Schwarzwild bis zu revierübergreifenden Jagden durchgeführt, das sei der richtige Weg und solle intensiviert werden.


Dank für Engagement

Der Dank des Kreisvorsitzenden galt allen, die mit helfender Hand zum Wohl der Kreisgruppe agieren. Bevor er zu den Berichten der Ausschussvorsitzenden kam, hob Eckhard Schneider die Vielfältigkeit und das breite Spektrum im Jagdgeschehen hervor. Die viele Arbeit sieht kaum jemand, dabei ist auch viel Politisches zu bewältigen, dafür ging ein besonderer Dank an den Kreisvorsitzenden Bernhard Schmitt.
Für das Bläsercorps berichtete Heiner Reuß von annähernd 100 Probestunden. Hubert Kelle gab letztmals den Bericht für die Jägerschule. Er wird sein Amt als Leiter der Jägerschule an Oliver Bauer übergeben. Die Jägerschule hat eine Erfolgsquote von 96 Prozent.
Den Nachsuchering stellte Alexander Kelle vor und bat die Revierleiter um Rücksendung fehlender Vereinbarungen. Carolin Schug konnte sich als Nachfolgerin des bisherigen Hundeführerobmanns Michael Nawrath vorstellen.
Eine neue Satzung war aus steuerlichen Gründen nötig. Die angepasste Satzung wurde von der Versammlung einstimmig angenommen.


Schmitt und Schneider bestätigt

Die Neuwahlen verliefen reibungslos. Die Positionen Vorsitzender Bernhard Schmitt und Stellvertreter Eckhard Schneider blieben wie bisher. Zum Dritten Vorsitzenden wurde neu Matthias Kohlmann gewählt. Winfried Wachter wurde neu zum Schriftführer gewählt. In die Position des Schatzmeisters wurde Johannes Rösler neu gewählt.
Es gab hohe Ehrungen für verdiente Mitglieder der Kreisgruppe. Kathrin Kutschka war langjährige Schriftführerin und die erste Frau im Vorstand. Hier engagierte sie sich weit über das übliche Maß und ist zudem zuverlässige Jagdhornistin im Bläsercorps. Ihr Amt als Schriftführerin legte sie nieder. Sie wurde mit dem Kreisgruppen-Ehrenzeichen in Gold als Dank und Anerkennung für ihr Engagement geehrt.


In Bronze

Mit dem Eichenkranz in Bronze wurde Oliver Bauer ausgezeichnet. Das BJV-Ehrenzeichen in Bronze wurde an den langjährigen Hundeobmann Michael Nawrath verliehen. Das Hundeführer-Ehrenzeichen in Bronze wurde an Nachsucheführer Christian Mahr verliehen. Ferner wurden mit dem Ausbilder-Ehrenzeichen in Bronze geehrt Frank Jungkunz, Alexander Kelle sowie auch Matthias Kümmet. eh