Johannes Höllein

Nach einem Jahr kehrt der Höchstadter EC in die Eishockey-Oberliga zurück. Vor 1200 Zuschauern zeigen die Alligators am Freitag, was sie wirklich draufhaben, spielen den TSV Erding phasenweise schwindelig und landen mit dem 8:1 den entscheidenden Sieg, der ihnen das Ticket für das Play-off-Halbfinale und die Rückkehr in Deutschlands dritthöchste Spielklasse beschert.

Höchstadter EC -
TSV Erding 8:1

Der HEC dominiert das erste Drittel nach Belieben, Erding wirkt rat- und ideenlos. Bezeichnend, dass Alligators-Goalie Philipp Schnierstein erst nach zwölf Minuten erstmals ernsthaft eingreifen muss. Ansonsten belagern die Hausherren das Tor der Gladiators und zeigen reihenweise sehenswerte Spielzüge. Allein bei der Effizienz ist noch Luft nach oben. Die Tore von Daniel Jun, der von André Lenk mustergültig bedient wird (4.), und Marc Roth, der ein Solo gegen im Kollektivschlaf befindliche Erdinger mit dem 2:0 krönt (9.), bleiben die einzige Ausbeute. Trotzdem kommt nie der Eindruck auf, als könnten die Gäste noch zu einem Viertelfinal-Schreck wie Miesbach vor einem Jahr werden. Das bestätigt sich im zweiten Drittel: Daniel Tratz (23.) sowie Vitalij Aab (25.) und Jiri Mikesz (28.) - beide im Powerplay - sorgen für die Entscheidung. Höchstadt nimmt den Fuß vom Gas, Erding kommt zum Ehrentreffer durch Deubler (37.). Mehr lässt der HEC nicht zu: Abermals Aab (40.), Jun (43.) und Michal Petrak (49.) machen den Kantersieg perfekt. Doch zu diesem Zeitpunkt sind die allermeisten unter den 1200 Zuschauern längst berauscht. Das Motto "Träume groß, arbeite hart" zahlt sich aus für den Höchstadter EC.


Reaktionen

Thomas Vogl (Trainer des TSV Erding): "Wir wollten uns heute noch ein weiteres Heimspiel erkämpfen. Doch Höchstadt hat uns keine Gelegenheit gegeben, dagegenzuhalten."
Daniel Jun (Spielertrainer des HEC): Heute, das waren 100 Prozent. In den Viertelfinalspielen davor haben wir nicht alles abgerufen."
Axel Rogner (HEC-Verwaltungsratsvorsitzender): "Genauso haben wir uns das vorgestellt, heute vor dieser Kulisse die Rückkehr in die Oberliga klarzumachen. "
Felix Ribarik (HEC-Nesthäkchen): "Gleich in meiner ersten Saison im Seniorenbereich so einen Erfolg mitzumachen, ist der Hammer. Unbeschreiblich."
Philipp Seelmann (HEC-Stürmer): "Dieser Aufstieg schmeckt viel süßer als der vor zwei Jahren, weil wir ihn direkt, auf sportlichem Weg geschafft haben. Das ist das Größte."